UN-Klimakonferenz in Marrakech Marokko

Die rote Stadt Marrakesch in Marokko ist ab morgen Gastgeber der UN-Klimakonferenz.

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UN-Klimakonferenz
UN-Klimakonferenz in Marrakech

Die rote Stadt Marrakech in Marokko ist ab morgen Gastgeber der UN – Vorbereitungskonferenz zur Weltklimakonferenz.

Die UN-Klimakonferenz ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Die COP ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet.

Die Tagung in Marrakech ist die Folgeveranstaltung der Konferenz von Paris. In Paris wurde das erste Klimaschutzabkommen vereinbart, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Auch in Marrakech soll der langfristige Klimaschutz im Fokus stehen. Zumindest wenn es nach dem Gastgeber Marokko geht, aber nicht nur. Die marokkanische Umweltministerin Hakima El Haite sagte dem Portal climatechangennews.com, dass die Mitgliedstaaten erneut die Gelegenheit bekommen ihre Zusagen von Paris zu untermauern und letztendlich einzuhalten. Die marokkanische Regierung möchte nicht nur über die verabschiedeten Klimaziele diskutieren, sondern auch die weiteren Aspekte beleuchten. Umweltmaßnahmen müssen auch finanziert werden. Über die Verteilung der finanziellen Lasten müsse daher auch gesprochen werden. In der Tat ist Marokko in Fragen des Umweltschutzes sehr aktiv. Das Land investiert sehr stark in „Erneuerbare Energien“ und betreibt einen der größten Solarparks der Welt. Auch hat Marokko erst vor kurzem nicht nur die Plastiktüten im Land verboten, sondern plant in den kommenden Jahren die Ausrüstung von Moscheen mit Fotovoltaik-Anlagen.

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Marokkanische Umweltministerin Hakima El Haite

Gerade die USA, Europa und China müssen konkreter werden.

 

Die Umweltministerin sieht international neben Europa vor allem die USA und China in der Pflicht. Aus ihrer Sicht gilt es über die konkreten Umsetzungsprozesse, zur Erreichung der Klimaziele, zu sprechen. Es reicht nicht aus, dass die drei Länder verkünden bis 2050 auf fossile Brennstoffe als Energieträger zu verzichten. Vielmehr muss offen gelegt werden wir man auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten möchte.

 

Die Mitgliedsländer haben in Paris eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius vereinbart. Gerade die Länder, die sich stärker vom Klimawandel bedroht fühlen. plädieren für eine neue Begrenzung bei 1,5 Grad Celsius.

 

Auch Marokko sieht sich vom Klimawandel bedroht. Neben immer höheren Temperaturen im Sommer und abnehmenden Niederschlägen im Winter, wirken sich erste Veränderungen auch auf die Landwirtschaft aus. Das Land musste erst Mitte des Jahres die Schätzungen zum eigenen Brutto-Sozial-Produkt nach unten anpassen, weil die Landwirtschaft Ertragseinbußen hinnehmen musste. Grund dafür waren geringe Niederschläge während der Saat.

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