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Marokko – König fordert baldige Inbetriebnahme der Kliniken in Al Hoceima und Kenitra.

König versucht Forderungen der Bevölkerung nach besserer Versorgung zu entsprechen.

Klinikzentrum Mohammed VI. in der Provinz Al Hoceima und Klinikum Zemmouri in Kenitra vor der Fertigstellung und soll zügig die Versorgung der Menschen verbessern helfen.

Rabat – Der marokkanische König, Mohammed VI., habe dem Krankenhauszentrum Mohammed VI. in der Provinz Al Hoceima und dem Krankenhauszentrum Zemmouri in der Provinz Kenitra den Auftrag erteilt, nach Abschluss der Bauarbeiten zügig ihre Dienste für die Bürger aufzunehmen, so die staatliche Nachrichtenagentur MAP unter Berufung auf eine Erklärung des Gesundheitsministeriums.

Die Inbetriebnahme dieser beiden neuen Kliniken sei Teil der Bemühungen des Monarchen, das Gesundheitswesen des Königreichs zu reformieren und zu modernisieren, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bürger in verschiedenen Regionen des Landes zu gewährleisten, heiße es in der Erklärung des Ministeriums für Gesundheit und Sozialschutz weiter.

Die beiden neuen Krankenhauszentren sind Teil einer Reihe von größeren Gesundheitsprojekten, die in den letzten Jahren in Angriff genommen wurden und die darauf abzielen, das nationale Gesundheitssystem im Einklang mit dem Projekt der allgemeinen sozialen Absicherung umzustrukturieren und die den Bürgern angebotenen Dienstleistungen zu verbessern.

Neue Kliniken sollen mit modernen Einrichtungen ausgestattet sein.

Das Klinikum in der Provinz Al Hoceima würde eine Kapazität von ca. 250 Betten und zahlreiche ambulante Behandlungseinrichtungen haben. Das neue Klinikum in der Provinz Kenitra soll eine Kapazität von ca. 450 Betten haben und ebenfalls auch ambulante Behandlungsmöglichkeiten anbieten.

Beide medizinischen Zentren sollen mit den modernsten biomedizinischen Geräten und Materialien ausgestattet sein, einschließlich fortschrittlicher digitaler Systeme für die Verwaltung der Patientenakten, die den medizinischen Fachkräften einen unmittelbaren Zugang zu den Daten ermöglichen, um die Qualität und Geschwindigkeit der Gesundheitsdienste zu verbessern, heißt es in der Erklärung.

König versucht Forderungen der Bevölkerung nach besserer Versorgung zu entsprechen.

Die beiden neuen Kliniken würden das Engagement des Königs bekräftigen, „die Lebensqualität aller Marokkaner zu verbessern und das nationale Gesundheitssystem zu einem Vorbild auf regionaler und internationaler Ebene zu machen und damit die Position des Königreichs als führendes Land in der Gesundheitsversorgung zu stärken“, so die Erklärung des Gesundheitsministeriums.

Bei den Unruhen im Norden und im Nordosten Marokkos 2016 und 2017, dem sog. Hirak im Rif, gehörten Gesundheitszentren zu den Hauptforderungen der Protestbewegung.
Die Region im Osten Marokkos, vor allem in der Provinz Al Hoceima, weist eine über dem Durchschnitt liegende Krebsrate unter den Menschen auf.
Es wird vermutet, dass Giftstoffe im Boden Krebs in dieser Region begünstigen.

Während der Rif-Kriege gegen die Besatzungsmächte Spanien und Frankreich, Anfang des letzten Jahrhunderts, setzten die europäischen Armeen auch Giftgas, darunter Senfgas aus deutscher Produktion, ein.
Bis heute finden sich Spuren der chemischen Kriegsführung der Besatzungsmächte im Boden.

Auch zuvor gab es in der Region Kliniken und auch Krebszentren, meist aber mit einer zu geringen Kapazität und einer eingeschränkten Behandlungsfähigkeit, so dass bei komplizierten Fällen, die Menschen bis in die Hauptstadt Rabat oder nach Casablanca reisen mussten, was sich nicht jeder Leisten konnte und kann.

Auch das Kostenproblem ist mit der Einführung der allgemeinen Krankenversicherung im vergangenen Jahr angegangen worden. Das Gesundheitswesen sowie der Sozialschutz sind ein wichtiges Anliegen des Königshauses und der Regierung.

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