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Marokko – Nasser Bourita zu Gesprächen mit Annalena Baerbock in Berlin

Regelmäßige Abstimmungen zwischen Deutschland und Marokko.

Außenministerin Annalena Baerbock und Nasser Bourita leiten 1. Sitzung des bilateralen strategischen Dialogs zwischen Marokko und Deutschland. Beide Länder stimmen sich zu zahlreichen Themen ab. Wirtschaft, Sicherheit, politischer und kultureller Dialog auf der Agenda.

Berlin – Der marokkanische Außenminister Nasser Bourita traf am heutigen Freitag, 28. Juni 2024, in Berlin seine deutsche Amtskollegin Annalena Baerbock.
Beide leiteten die 1. Sitzung des bilateralen strategischen Dialogs zwischen Marokko und Deutschland.

Wesentliche Themen waren die Wirtschaft, die Sicherheitslage in der nordafrikanischen Region und im Nahen Osten sowie die weitere Zusammenarbeit.

Dieser Dialog zwischen Marokko und Deutschland wurde während des Besuchs von Außenministerin Baerbock am 25. August 2022 in Rabat vereinbart, mit dem eine lange und schwere diplomatische Krise beendet werden konnte. Im Anschluss an die heutige Sitzung wurde eine gemeinsame Erklärung verabschiedet.

Zum Abschluss dieser ersten Sitzung des Dialogs bekräftigten beide Seiten ihr Interesse, die Umsetzung der gemeinsamen Themen fortzusetzen und die vielschichtige Partnerschaft in allen Politikbereichen zu stärken. Beide Regierungsmitglieder hätten auch ihren Wunsch, die bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter auszubauen, bekräftigt und würden die Wirtschaftsakteure in dieser Hinsicht ermutigen. Sie unterstrichen das bedeutende Investitionspotenzial Marokkos, das in der marokkanischen Investitionscharta hervorgehoben werde.

Sie betonten ihre fruchtbare Zusammenarbeit in den Bereichen Klimapolitik, biologische Vielfalt, erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff, die auf strategischer Ebene intensiviert werden soll.

Außenminister
Quelle X.com – Deutsche Außenministerin Annalena Baerboch trifft Außenminister Nasser Bourita in Berlin 28. Juni 2024

Deutschland würdigt die Reformen in Marokko

In der gemeinsamen Erklärung, die die Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland, Annalena Baerbock, und der marokkanische Außenminister, Nasser Bourita, in Berlin verabschiedeten, begrüßte Deutschland „die von Marokko unter der Führung Seiner Majestät König Mohammed VI. durchgeführten Reformen für eine offenere und dynamischere marokkanische Gesellschaft und Wirtschaft,“ zitiert die marokkanisch-staatliche Nachrichtenagentur MAP aus der Stellungnahme.

In der Erklärung, die im Anschluss an die erste Sitzung des bilateralen strategischen Dialogs verabschiedet wurde, würdigte Deutschland auch die aktive und konstruktive Rolle Marokkos und seinen Beitrag zu Frieden und Stabilität in der Region.

In diesem Sinne bekräftigte Berlin die deutsche Wahrnehmung von Marokko als einem wesentlichen Partner der Europäischen Union, der NATO und Deutschlands in Afrika und als entscheidendes Bindeglied zwischen Nord und Süd.

Deutschland weise auch darauf hin, dass es „die von Seiner Majestät König Mohammed VI. eingeleiteten Initiativen für den afrikanischen Kontinent, einschließlich der Initiative vom 6. November 2023 für die Sahelzone, aufmerksam verfolgt“.

Deutschland „verfolgt aufmerksam die von Seiner Majestät König Mohammed VI. für den afrikanischen Kontinent gestarteten Initiativen, einschließlich der Initiative vom 6. November 2023 für die Sahelzone“ mit dem Ziel, den Zugang zum Atlantischen Ozean für die Länder der Region zu erleichtern, zitiert die MAP das deutsche Außenministerium.

Erneute positive Bewertung des Autonomieplans für die Westsahara (marokkanische Sahara).

Deutschland halte den marokkanischen Autonomieplan für „eine gute Basis und ein sehr gutes Fundament für die endgültige Lösung“ des Westsahara-Konflikts, zitiert die MAP weiter die gemeinsame Erklärung. Die deutsche Außenministerin habe auch ihre Unterstützung für die Bemühungen der UNO um eine politische Lösung des Westsahara-Konflikts bekräftigt.

Weitere Beratungen in Fragen der Migration.

Was die Zusammenarbeit im Bereich der Migration betreffe, so brachten die Minister ihre Unterstützung für die Arbeit der bilateralen Gemeinsamen Migrationsgruppe zum Ausdruck, die am 23. Januar 2024 ihre Eröffnungssitzung abhielt, und begrüßten die regelmäßigen Arbeitstreffen.

Sie kamen überein, dass die Verringerung der irregulären Migration eine gemeinsame Herausforderung darstellt und einen umfassenden Ansatz erfordert, der die internationalen Menschenrechtsstandards gewährleistet. Sie einigten sich daher darauf, die berufliche Mobilität, die legale Migration, die Rückkehr, die Rückübernahme und die Wiedereingliederung weiter zu verbessern, so die staatliche Nachrichtenagentur MAP weiter.

Ausbau der Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit und Terrorismusbekämpfung.

In Bezug auf die sicherheitspolitische Zusammenarbeit haben sie die von den Innenministern am 31. Oktober 2023 unterzeichnete gemeinsame Erklärung begrüßt, die auf die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit in allen Bereichen der Sicherheitspolitik abzielt.

Die beiden Minister verwiesen auf ihr gemeinsames Bestreben, den Dialog zu vertiefen, um den Terrorismus und andere Sicherheitsherausforderungen gemeinsam zu bewältigen, insbesondere im Rahmen der „Globalen Koalition gegen Daesh“ und des „Globalen Forums zur Terrorismusbekämpfung“.

Besonderen Wert legten beide auch auf die Förderung des regionalen und internationalen Friedens und der Sicherheit sowie auf die Stärkung multilateraler Institutionen.

Außenminister Bourita und Außenministerin Baerbock vereinbarten, die bilaterale Zusammenarbeit im kulturellen und akademischen Bereich zu fördern und die Beziehungen zwischen den Völkern zu stärken.

Regelmäßige Abstimmungen zwischen Deutschland und Marokko.

Der multidimensionale Strategische Dialog findet alle zwei Jahre abwechselnd zwischen dem Königreich Marokko und der Bundesrepublik Deutschland statt und wird von den Außenministern der beiden Länder geleitet.

Dieser Strategische Dialog basiert auf gemeinsamen Werten und gegenseitigem Respekt mit dem Ziel, die Grundsätze und Grundlagen der Beziehungen zwischen Marokko und Deutschland festzulegen, die Basis für deren Entwicklung zu definieren und die vorrangigen Interessen beider Seiten zu wahren.

Der Dialog diene als Grundlage für die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen und die Stärkung der Kohärenz zwischen den verschiedenen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit.

Er diene auch als Plattform für Diskussionen und Konsultationen über strategische Fragen von beiderseitigem Interesse, einschließlich regionaler und internationaler Sicherheits- und Entwicklungsfragen.

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