Ägypten – Arabische Liga verurteilt Tod von Shireen Abu Aqleh als „abscheuliches Verbrechen“.

Die arabische Welt macht Israel für den Tod der Al Jazeera - Journalistin Shireen Abu Akleh verantwortlich.

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Arabische Liga
Sitzung der Arabischen Liga in Kairo

Generalsekretär fordert Untersuchung des Todes der Al Jazeera – Journalistin und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Kairo – Das Generalsekretariat der Liga der Arabischen Staaten (Arabische Liga) hat das „abscheuliche Verbrechen“ der Tötung der Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh am 11. Mai 2022 im Lager Jenin im besetzten Westjordanland in einer Erklärung scharf verurteilt.

In der Erklärung der Arabischen Liga heißt es, dass dieses Verbrechen darauf abziele, eine Stimme des „Rechts, die die Wahrheit enthüllt, eine Stimme der Freiheit und der Gerechtigkeit, die auch humanitäre Belange vertrat, angesichts der anhaltenden Aggression und der gezielten Angriffe auf die Region Jenin und der Eskalation des erklärten Krieges der Besatzungsmacht gegen das palästinensische Volk“ zu „begraben“.

Journalistin
Quelle Al Jazeera – Shireen Abu Akleh Journalistin bei Al Jazeera am 11.05.2022 getötet.

Das Generalsekretariat der Liga machte die Besatzungsregierung (Anm. d. Autors „Israel“) für dieses „abscheuliche Verbrechen, das die internationale Verantwortung und die Verfolgung der Täter vor den zuständigen internationalen Gerichtsinstanzen erfordert“, verantwortlich und betonte, dass es sich um ein „Kriegsverbrechen und eine schwere Verletzung des Völkerrechts“ handele.

Die palästinensische Präsidentschaft machte die israelische Regierung für dieses „abscheuliche Verbrechen“ verantwortlich und betonte, dass dieser Vorfall Teil der „täglichen Politik der Besatzung gegen die Palästinenser, ihr Territorium und ihre heiligen Stätten“ sei.

Auch Ahmed Aboul Gheit, Generalsekretär der Liga der Arabischen Staaten, machte Israel für den Tod der bekannten Journalistin verantwortlich und forderte eine umfassende Untersuchung. Er betonte, dass das, was passiert sei, ein abscheuliches Verbrechen gegen die Presse und Meinungsfreiheit sei, welches nicht unbeachtet bleiben darf.

Er drückte der Familie der Verstorbenen und der palästinensischen und arabischen Presse, Al-Jazeera und dem gesamten palästinensischen Volk sein Beileid aus und wünschte dem Journalisten Ali Al-Samoudi, der zusammen mit der Verstorbenen verletzt wurde, eine schnelle Genesung.

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