Algerien – Möglicher Kauf von russischen Kampfflugzeugen.

Russische Medien bestätigen Auftrag für Kampfflugzeuge durch Algerien.

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Kampfflugzeug
Russisches Kampfflugzeug MIG 29

Rüstungsauftrag soll über zwei Milliarden US-Dollar betragen.

Moskau/Algier – Am Rande der russischen Flugzeugmesse für Kampfflugzeuge in Moskau soll es, nach Berichten der Nachrichtenseite Mena Defense, zu einem Rüstungsgeschäft zwischen Russland und Algerien gekommen sein. Die algerische Delegation, unter der Leitung des Kommandanten der Luftwaffe, die vor einigen Tagen in Moskau die Flugshow MAKS besucht hat, soll zwei Abkommen mit dem russischen Waffenexporteur Rosoboronexport unterzeichnet haben.

Das erste Abkommen soll eine Finalisierung eines bereits im Vorjahr beabsichtigten Erwerbs einer ganzen Abfangstaffel MIG 29 M und MIG 29 M2 sein. Die neuen MIG Jäger sollen die geplante Ausmusterung der MIG 29 S im Jahr 2020, aus dem 193. algerischen Jagdgeschwader, ermöglichen. Die 193. Staffel wird von Algerien für Aufklärungsflüge und Abfangmissionen eingesetzt.

Neues SU 30 Kampfgeschwader bestellt.

Ein weiteres Abkommen soll den Erwerb eines vollständigen Kampfgeschwaders beinhalten. Bei den neuen variabel einsetzbaren Kampfjets soll es sich um Jets des Typs SU 30 handeln. Zum Auftrag gehört, nach Informationen von Mena Defense, eine vollständige Modernisierung der bereits vorhandene SU 30 Jets. Möglicherweise beinhaltet die algerische Bestellung auch die Modernisierung von Radarsystemen und Bodenkontrollen. Insgesamt sollen für die Jets 1,8 Milliarden US-Dollar nach Russland überwiesen werden. Kommt es auch zu der Modernisierung der Bodenkontrolle und der Radarsysteme wird das Auftragsvolumen wahrscheinlich die Grenze von zwei Milliarden US-Dollar überschreiten.

Russische Medien bestätigen Auftrag für Kampfflugzeuge durch Algerien.

Wie die russische Nachrichtenseite Vedomosti.ru, unter Berufung auf mit dem Vorgang vertrauten Quellen berichtet, ist dies der erste Auftrag des nordafrikanischen Landes, seit dem Rücktritt von Langzeitpräsidenten Abdelaziz Bouteflika im April dieses Jahres. Dabei spricht die russische Nachrichtenseite von 16 SU-30 Mehrzweckjets sowie vierzehn MIG-29M/M2-Jägern. Offizielle Vertreter des Rüstungskonzerns Rosoboronexport und dem Föderalen Dienst für militärische und technische Zusammenarbeit (FSMTC) äußerten sich nicht zu diesen Meldungen, so dass eine Bestätigung fehlt. Nach technischen Reklamationen des algerischen Militärs über 2007 gelieferte MIG Jäger, drohte man in Algier zukünftig chinesische JF-17- oder schwedische Gripen-Kampfflugzeuge zu kaufen. Russland sieht in dem Deal einen großen Imagegewinn.

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