Algerien – Parlamentswahlen bei 30 % Wahlbeteiligung beendet.

Präsident Tebboune löste im Februar das Parlament auf und machte Parlamentswahlen nötig.

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Algerien
Flagge Algerien

Wahlkommission gibt vorläufige Quote der Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen in Algerien bekannt.

Algier – Die Wahllokale in Algerien schlossen gestern Abend um 20:00 Uhr Ortszeit. Bis zu dieser Stunde waren rund 24 Mio. Wahlberechtige dazu aufgerufen worden, ein neues Parlament zu wählen. Wie die nationale Wahlkommission am späten Samstagabend mitteilte, lag die vorläufige und durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 30,25%. Dies wurde über die staatlichen Nachrichtensender und die staatliche Nachrichtenagentur APS (Meldung von 13.06.2021 – 00:25 Uhr Ortszeit) vermeldet.

Die Wahl eines neuen Parlaments wurde nötig, nach dem der Präsident, Abdelmajid Tebboune, im vergangenen Februar die Auflösung verkündete. Er tat dies im Kontext wieder stärker aufkommender Proteste gegen das Regime. Der sog Hirak (die Bewegung) ruft jeden Freitag zu Demonstrationen gegen das Regime und die herrschende Elite aus Militär, Politik und Oligarchie auf. Auch wenn in den letzten Wochen die Kraft der Protestbewegung nachgelassen hat und viele ihrer Organisatoren und Stimmen von den Sicherheitskräften angegangen worden sind, teils mit Inhaftierung und Anklagen, scheint der Boykottaufruf des Hirak die Wahlbeteiligung beeinflusst zu haben. Sie liegt auf einem ähnlich niedrigen Niveau, wie die Wahlbeteiligung zur neuen Verfassung im vergangenen Jahr.

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