Algerien – USA drohen Algerien mit Sanktionen.

USA wollen Russland für vermeintliche politische und wirtschaftliche Angriffe bestrafen.

US-Präsident
US-Präsident Donald Trump

Algeriens Waffenkäufe in Russland verärgern US-Präsident Trump.

Algier – US-Präsident Donald Trump beschäftigt sich aktuell mit Algerien und dessen Waffenkäufe. Den USA scheint es nicht zu gefallen, dass Algerien sich vornehmlich bei Russland mit militärischen Gütern versorgt, obwohl auch die USA militärische Finanzhilfe an das nordafrikanische Land überweisen.

USA drohen in Gesprächen mit Sanktionen gegen Algerien.

Derzeit laufen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Algerien. Die USA haben gegenüber Algerien die Möglichkeit von Sanktionen ausgesprochen, falls man in Algier weiterhin vorrangig in Russland Waffen erwerben würde. Dies bestätigte der Sprecher des US-Botschafters in Algerien gegenüber der algerischen Nachrichtenseite TSA am gestrigen Mittwoch. Grundlage dieser Drohung ist der 2017 vom amerikanischen Kongress verabschiedete Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA). Dieser sieht in Artikel 231 vor, dass jedes Land, welches mit der russischen Föderation interagiert oder politische sowie wirtschaftliche Beziehungen pflegt, von den USA mit Sanktionen belegt werden kann. Dies insbesondere wenn es um nachrichtendienstliche oder militärische Zusammenarbeit geht. Das wäre im Falle Algeriens gegeben. Algier ist in Nordafrika der wichtigste und älteste Partner für Russland. Den größten Teil der militärischen Ausrüstung bezieht man in Algier aus Moskau.

USA wollen Russland für vermeintliche politische und wirtschaftliche Angriffe bestrafen.

Herr LaSean Knox-Brown, Sprecher der Botschaft der Vereinigten Staaten in Algier, sagte im Interviewt mit der TSA: „Der Zweck dieser Sanktionen ist es, Russland Kosten für seine bösartigen Aktivitäten, einschließlich Cyberangriffen, inakzeptablen Aktivitäten in der Ukraine und Menschenrechtsverletzungen, aufzuerlegen. Wir haben eine Reihe von Gesprächen mit unseren algerischen Partnern über CAATSA geführt, und unsere Gespräche laufen noch“. Algerien ist neben Indien, Vietnam und China einer der wichtigsten russischen Waffenkäufer.

Sanktionen für Algerien könnten großen Schaden verursachen.

Im Falle eines Verstoßes gegen CAATSA greifen gegen Algerien mindestens fünf von möglichen zwölf Sanktionen. Die USA könnten Algerien aus dem amerikanischen Finanzsystem ausschließen, ein Verbot von Transaktionen in US-Dollar aussprechen oder gar ein Handelsverbot mit den USA beschließen. Die Vereinigten Staaten sind einer der wichtigsten Handelspartner Algeriens. Alleine in den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 soll das Handelsvolumen rund drei Milliarden US-Dollar erreicht haben.

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