CIA warnt Marokko vor IS-Kämpfern.

CIA warnt Marokko vor Einsickern von IS-Kämpfern aus Libyen.

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CIA warnt Marokko
Elitepolizei Marokkos im Kampf gegen Terroristen

CIA warnt Marokko vor Einsickern von IS-Kämpfern aus Libyen über die südlichen Grenzgebiete.

Rabat/ Washington – Der CIA warnt Marokko vor Terroristen aus Kampfgebieten. Wie das Portal marokko.nl, unter Berufung auf die Zeitung Al Maser meldet, hat der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA Marokko vor IS-Kämpfern, die sich aus Libyen absetzen, gewarnt. Der Meldung zufolge, entziehen sich zahlreiche Kämpfer den verstärkten Bombardierungen durch die USA in Libyen. Vor allem über die südlichen Grenzen zu Mauretanien und Algerien reisen die IS-Terroristen in das Königreich ein. Getarnt als Händler oder Flüchtlinge würde die Grenze überschritten.

Warnung bereits Anfang November unmittelbar vor der Weltklimakonferenz COP22.

Die Warnung soll Anfang November bei den marokkanischen Sicherheitsbehörden eingegangen sein. Darauf hin wurden die Grenzkontrollen verstärkt und die Kontrollen an den relativ schwierigen Grenzgebieten zu Mauretanien und Algerien intensiviert. Der Warnhinweis des CIA hat umso mehr an Bedeutung gehabt, als dieser zu einem Zeitpunkt kam, als die Weltklimakonferenz COP22 in der Königstadt Marrakech unmittelbar bevor stand. Die Weltklimakonferenz COP22 fand vom 7. Bis zum 18. November 2016 statt. Neben den unzähligen Teilnehmern aus Politik, NGOs und Wirtschaft reisen auch viele Staatschefs und Regenten an. Die Weltklimakonferenz COP22 blieb ohne Zwischenfall.

Schwierige Aufgabe für die Grenzsicherung.

Die südlichen Grenzen des Königreiches sind weitläufig und entweder durch bergisches Gebieten oder durch Wüstenregionen gekennzeichnet. Das Herausfiltern von IS-Kämpfern ist nicht ganz einfach. Zahlreiche IS-Sympathisanten und IS-Kämpfer stammen aus dem Maghreb und eben auch aus Marokko. Daher besitzen viele entsprechende Ausweispapiere. Wenn sich die Einreisenden dann noch geschickt tarnen, wird es schwierig jedes Gefährdungspotential zu erkennen und auszusortieren.

Bisher war Marokko beim Kampf gegen den Terrorismus im eigenen Land sehr erfolgreich. Immer wieder werden mutmaßliche Terrorzellen im Land ausgehoben. Seit den Anschlägen von Casablanca und Marrakech, Anfang der 2000 Jahre, hat es im Königreich keine größeren Terrorereignisse mehr gegeben. Dennoch ist das Land sehr wachsam. Ähnlich wie in Europa wurden mehr Sicherheitskräfte für den Schutz des öffentlichen Raums eingesetzt. Offen und demonstrativ sind die Sicherheitskräfte gerade an sensiblen Standorten, wie vor dem Parlament in Rabat, präsent. Auch die Inlandsgeheimdienste wurden verstärkt.

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