Jeweils zwei Terroropfer von Istanbul sind Marokkaner und Tunesier.

Offiziell bestätigt - Jeweils zwei Terroropfer aus Marokko und Tunesier unter den getöteten von Istanbul.

Marokkanische Botschaft in der Türkei bestätigt – zwei Terroropfer aus Marokko. Weitere zwei Opfer sind Tunesier.

Istanbul – Wie die marokkanische Botschaft in Ankara bestätigt, sind zwei Terroropfer des Terroranschlages in Istanbul aus Marokko. Die bestätigte auch das Außenministerium in Rabat. Ebenfalls zwei Opfer stammen, laut türkischem Außenministerium, aus Tunesien. Dies berichten die FAZ. Mindestens weitere sieben Opfer stammen aus Saudi Arabien sowie dem Libanon. Ebenso wurden zwei weitere Personen aus Marokko schwer verletzt.

In der Silvesternacht drang ein schwer bewaffneter Mann in den bekannten Nachtclub „Reina“, am Bosporusufer in Istanbul, ein. Mit einem russischen Maschinengewehr (AK47) eröffnete der Attentäter das Feuer auf die rund 800 Partygäste. Bei dem Anschlag kamen ein Polizist, ein Wachmann und aktuell 39 Besucher des Nachtclubs ums Leben. Weitere 69 Personen wurden verletzt. Die meisten Opfer stammten dabei aus dem Ausland und vorrangig aus dem arabischen Raum. Unter den Opfern sind auch zwei in Deutschland lebende Personen mit türkischem Hintergrund. Der mutmaßliche Attentäter befindet sich seit der Silvesternacht auf der Flucht.

König Mohammed VI. kommt für Behandlungs- und Rückführungskosten auf.

Wie marokkanische Medien berichten, hat König Mohammed VI. den verletzten Marokkanerinnen und Marokkanern seine Unterstützung zugesagt, in dem er für die Behandlungskosten aufkommen möchte. Den Hinterbliebenen der marokkanischen Opfer sicherte er zu, dass Marokko für die Rückführung der getöteten sorgen wird.

Türkische Behörden suchen nach dem mutmaßlichen Attentäter.

Die türkische Regierung hat, nach eigenen Angaben, die Identität des mutmaßlichen Attentäters ermittelt. Die Fahndung wird intensiv durchgeführt. Wie der Nachrichtensender Euronews heute berichtet, wurden gestern in Istanbul 16 und heute weitere 27 Personen in Izmir verhaftet, da sie im Verdacht stehen Verbindungen zum Verdächtigen zu haben. Mittlerweile hat die Terrororganisation IS (Islamischer Staat) die Urheberschaft für den Anschlag für sich reklamiert.

Terrorgefahr bleibt in der Türkei hoch.

Für die Türkei ist das erneut, ein schwere Terroranschlag. In der Türkei wurden in den letzten sechs Monaten mehrere schwere Anschläge verübt. Sowohl von kurdischer Seite als auch von Seiten des IS wurden Gewalttaten verübt. Die Türkei ist in dem Syrienkonflikt involviert und greift Stellungen des IS und der Kurden an. Seit dem Anschlag in Istanbul kommen im Kampf der Türkei gegen den IS auch Bodentruppen und schwere Waffen zum Einsatz. Aber auch gegen kurdische Stellungen wird teils massiv vorgegangen. Es ist zu befürchten, dass die Anschlagsgefahr in der Türkei weiterhin hoch bleibt. Die Türkei ist für den Maghreb ein wichtiger Handelspartner und auch politisch Engagiert. Die Türkei gehört z.B. zu den wenigen Ländern, in die Marokkaner ohne Visum einreisen können.