Libyen – Wahlkommission schließt Gaddafi von Präsidentschaftswahlen aus.

Justiz prüft final.

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Gaddafi
Saif al-Islam Gaddafi kandidiert für das Amt des Präsidenten von Libyen

Kandidatur von Saif al Islam Gaddafi um das Präsidentschaftsamt vorerst gescheitert.

Tripolis – Die libysche Wahlkommission hat ihre Überprüfung der eingereichten Kandidaturen um das Präsidentenamt bei den anstehenden Wahlen Ende Dezember beendet. Insgesamt hatten sich 98 Kandidaten registrieren lassen. Davon wurden nun 25 Kandidaturen zurückgewiesen. Gaddafi war einer der 25 Kandidaten, die von der Kommission am Mittwoch in einer ersten Entscheidung disqualifiziert wurden, wobei ein Berufungsverfahren anhängig ist, das letztlich von der Justiz entschieden wird. Der Militärstaatsanwalt in Tripolis hatte die Kommission gedrängt, Gaddafi auszuschließen, nachdem er 2015 in Abwesenheit wegen seiner Beteiligung an der Bekämpfung des Aufstands, durch den sein verstorbener Vater 2011 abgesetzt wurde, wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden war.

Gaddafi meldete sich damals per Videolink aus Zintan, wo er von Kämpfern festgehalten wurde, die ihn gefangen genommen hatten, als er versuchte, nach dem Sturz seines Vaters aus Libyen zu fliehen. Er leugnete jegliches Fehlverhalten. Der Sohn von Langzeitherrscher Muammar Gaddafi wird auch vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag angeklagt.

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