Maghreb – Arabische Liga verurteilen Gewalt durch Israel.

Keine konkreten Handlungen verabschiedet.

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Arabische Liga
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Emotionaler Aufruf der Palästinenser an die Arabische Liga zur Verabschiedung von konkreten Maßnahmen bleibt ungehört. Warten auf den UNO-Sicherheitsrat.

Kairo – Am gestrigen Dienstag (11. Mai. 2021) kam die Arabische Liga zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Auf Antrag des Botschafters und ständigen Vertreters der Palästinenser in Kairo befasste sich die arabische Organisation mit der Gewalt in Jerusalem. Alle Teilnehmer wurden per Videokonferenz zusammengeschaltet. Von Seiten Marokkos nahm Außenminister Nasser Bourita und Marokkos Botschafter in Ägypten sowie ständiger Vertreter des Königreichs bei der Arabischen Liga, Ahmed Tazi, teil.

Arabische Liga sieht Schuld für die Gewalt bei Israel.

Vor Beginn des Treffens veröffentlichte das Generalsekretariat der Arabischen Liga eine Erklärung, in der es die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen verurteilte, bei denen zum Zeitpunkt er Erklärung und nach Angaben der Palästinenser 21 Menschen, darunter neun Kinder, ums Leben kamen. Darin wurden die Angriffe als „wahllos und unverantwortlich, motiviert durch rachsüchtige Tendenzen, innenpolitisches Kalkül und eine Machtdemonstration auf Kosten des Blutes von Kindern“ bezeichnet.

Die Arabische Liga machte Israel für diese gefährliche Eskalation verantwortlich und stellte fest, dass „die israelischen Übergriffe in Al-Quds durch die Duldung jüdischer Extremisten, die Palästinensern und Arabern feindlich gegenüberstehen,“ herbeigeführt wurden.

Die Arabische Liga forderte die internationale Gemeinschaft auf, sofort zu handeln, um die israelische Aggression in Al-Quds, Gaza und allen besetzten palästinensischen Gebieten zu stoppen, und betonte, dass „die israelischen Provokationen in Al-Quds immer noch andauern und die Gefühle der Muslime auf der ganzen Welt missachten, die dabei sind, den Feiertag Aid Al-Fitr zu feiern.

Maghreb – Gewalt in Jerusalem – Maghreb-Staaten drücken ihre Besorgnis aus.

Emotionaler Aufruf der Palästinenser einen Aktionsplan zu verabschieden.

„Bei diesem Ministertreffen werden arabische und internationale Maßnahmen gegen die brutalen israelischen Verbrechen und Angriffe gegen das palästinensische Volk in der besetzten Stadt Al-Quds, der Hauptstadt des Staates Palästina, diskutiert, einschließlich der grausamen israelischen Offensive gegen die Gläubigen während dieses gesegneten Monats Ramadan und der Angriffe und Pläne, die Häuser der Maqdessis in Sheikh Jarrah und anderen Gebieten der Stadt zu beschlagnahmen, in einem Versuch, die Heilige Stadt von ihren Bewohnern zu räumen und ihre Bevölkerung zu vertreiben“, sagte Palästinas Botschafter in Ägypten und sein ständiger Vertreter bei der Arabischen Liga, Diab Al-Louh.

„Diese Praktiken sind Teil der systematischen israelischen Politik, Al-Quds zu judaisieren und den rechtlichen und historischen Status der Stadt und ihrer heiligen Stätten zu ändern“, betonte der palästinensische Diplomat in einer Presseerklärung und fügte hinzu, dass „bei dem Treffen auch die Auswirkungen der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen diskutiert werden.“

Er betonte „die Notwendigkeit, Entscheidungen und konkrete Schritte zu treffen, um eine einheitliche arabische Botschaft der Liga der arabischen Staaten zu vermitteln. Es geht auch darum, „dem palästinensischen Volk den notwendigen internationalen Schutz vor solchen systematischen Praktiken, ständigen Verletzungen und gefährlichen Eskalationen zu gewähren.“

„Der Angriff auf die Al-Aqsa-Moschee erfordert schnelles Handeln, um die Fortsetzung solcher Übergriffe zu verhindern und den kriminellen Praktiken der Siedler gegen das palästinensische Volk ein Ende zu setzen“, fügte der palästinensische Botschafter hinzu.

Keine konkreten Handlungen verabschiedet.

Die Arabische Liga hat keine direkten Maßnahmen verbschiedet. Man war sich einig, dass man die Gewalttaten ablehnt und dass man sich mit den Palästinensern solidarisch erklärt, aber direkte Aktionen wurden nicht beschlossen. Der Aufruf an die internationale Gemeinschaft bezieht sich auf die UNO und den UNO-Sicherheitsrat. Man schiebt die Frage in Richtung New York. Der UNO – Sicherheitsrat wird am heutigen Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen kommen, um die Lage in der Region zu beraten.

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