Marokko – Außenminister besucht Mali.

Marokko teil einer Initiative der Frankophonen Länder

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Außenminister
Nasser Bourita trifft Übergangspräsident Malis, Ba N'Daou in Bamako

König Mohammed VI. entsendet Chefdiplomaten zu ersten Gesprächen mit Übergangspräsident nach Mali.

Rabat / Bamako – Nach offiziellen Information reiste am gestrigen Dienstag der marokkanischen Außenminister Nasser Bourita nach Mali, um die neue politische Führung des Landes zu treffen. Die Reise des marokkanischen Chefdiplomaten soll auf direkte Anweisung von König Mohammed VI. stattgefunden haben. Der kürzlich ernannte Übergangspräsident Malis, Ba N’Daou, empfing den marokkanischen Beamten in Bamako. Außenminister Nasser Bourita traf auch mit dem Übergangs-Vizepräsidenten, Oberst Assimi Goita, und dem Übergangs-Premierminister, Moctar Ouane, zusammen. Der marokkanische Außenminister führte anschließend Gespräche mit malischen Würdenträgern, namentlich Bouye Haidara und Imam Mahmoud Dicko, wie marokkanische Medien berichten.

Marokko nimmt Einfluss auf die Sahelzone

Das nordafrikanische Land hat eine aktive Rolle bei Fragen der Stabilität in Mali übernommen, das sich von dem unblutigen Staatsstreich im vergangenen Monat erholt. Das malische Militär stürzte Präsident Ibrahim Boubacar Keita am 18. August. In der vergangenen Woche ernannte die malische Militär-Übergangsregierung den ehemaligen Verteidigungsminister Ba N’Daou zum neuen Interimspräsidenten, in Übereinstimmung mit dem Versprechen der Putschisten, nicht an der Macht zu bleiben. Oberst Assimi Goita, einer der Putschistenführer, übernahm die Vizepräsidentschaft der Übergangsregierung.

Goita trat nach dem Putsch als vorübergehender Führer Malis auf, und Marokko war das erste Land, das diplomatisch mit der neuen Führung in Kontakt trat. Am 26. August empfing Goita den marokkanischen Botschafter in Mali, Hassan Naciri.

Marokko teil einer Initiative der Frankophonen Länder

Marokko schloss sich kürzlich einer hochrangigen Delegation innerhalb der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) an, die für die Unterstützung des zivilen Übergangsprozesses in Mali zuständig sein will. Der marokkanische Botschafter in Nigeria, Moha Ouali Tagma, vertritt das Königreich in der Delegation. Marokko und Mali pflegen einen engen Kontakt, insbesondere in Fragen der regionalen Sicherheit und der Migration. Als Teil der Sahelzone ist die Stabilität Malis von wesentlicher Bedeutung bei den Bemühungen, den Terrorismus und den Extremismus in der Region zu bekämpfen.

Organisation
Organisation der Frankophonie

Mali begrüßt das Engagement Marokkos

Während des Treffens brachte Goita seine „tiefe Dankbarkeit“ für König Mohammed VI. und Marokkos Bemühungen um eine Krisenlösung zum Ausdruck und begrüßte „die jahrhundertealten Beziehungen und die fruchtbare Partnerschaft, die die beiden brüderlichen Länder verbindet“.

Als der Staatsstreich ausbrach, rief das marokkanische Außenministerium zu einem „friedlichen zivilen Übergang auf, der eine rasche und überwachte Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung ermöglicht“.

Die offizielle Presseerklärung ergänzt, dass Marokko volles Vertrauen hat, dass seine „malischen Brüder“ nach dem Putsch „auf Werte des Friedens und der nationalen Harmonie“ zurückgreifen werden, und betonte sein Engagement für „Frieden und Stabilität Malis“.

Mali – Rücktritt des Präsidenten nach möglichem Putsch.

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