Marokko – Außenminister erteilt Migrantenzentren in Marokko eine Absage.

Marokko wird keine europäischen Migrantenzentren auf eigenem Territorium einrichten.

Außenminister
Spanischer Außenminister Josep Borell - marokkanischer Außenminister Nasser Bourita

Nasser Bourita lehnt „Landeplattform“ bzw. „Migrantenzentren“ auf marokkanischem Boden ab.

Rabat – Am Rande eines Treffens zwischen dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita und seinem neuen spanischen Amtskollegen Josep Borell in Rabat nahm Bourita zu den aktuellen Ereignissen in Brüssel Stellung. Die europäischen Staats- und Regierungschefs diskutieren heute in Brüssel über eine neue Flüchtlings- und Migrationspolitik. Unter anderem soll darüber beraten werden, ob man in Zukunft Flüchtlinge, die aus Afrika sowie dem Mittelmeerraum stammen und die man z.B. im Mittelmeer aufgegriffen hat, zunächst auf nordafrikanisches Territorium zurückführen kann. Dort sollen sie dann in sog. „Landezentren“ bzw. „Landeplattformen“ die Bearbeitung bzw. den Verlauf ihrer Asyl- oder Migrationsanträge abwarten.

Marokko wird keine europäischen Migrantenzentren auf eigenem Territorium einrichten.

Marokko wird keine potenziellen Migrantenzentren beherbergen, die die Länder der Europäischen Union in Nordafrika und im Mittelmeerraum als „Landeplattformen außerhalb Europas“ einrichten wollen. Dies erklärte der marokkanische Außenminister Nasser Bourita. „Marokko lehnt solche Methoden zur Steuerung der Migrationsströme ab und hat sie stets abgelehnt“, sagte der marokkanische Chefdiplomat. Er verurteilte die Planungen als „einfache Lösungen“ und „kontraproduktive Mechanismen“.

Möglichkeiten der marokkanisch-spanischen Kooperation.

Das Treffen zwischen Nasser Bourita und dem neuen spanischen Chefdiplomaten Josep Borell war auch eine Gelegenheit, die Rolle zu diskutieren, die das iberische Königreich in den Beziehungen zwischen Marokko und den 28 Staaten der EU spielen kann. „Die Europäische Union hat Marokko nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt“, sagte Josep Borell. Der spanische Außenminister sagte zu, sich für ein ausgewogenes Ergebnis bei den laufenden Verhandlungen zwischen Marokko und der Europäischen Union, im Bezug auf das anstehende Fischerei- und Landwirtschaftsabkommen, einzusetzen.

 

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