Marokko – Außenminister nahm am „G20 Compact Africa“ Gipfel in Berlin teil.

Konzept der Patenschaft soll Austausch und Zusammenarbeit verbessern.

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G20 Compact Africa
Quelle marokkanisches Außenministerium - Außenminister Nasser Bourita beim "G20 Compact Africa" in Berlin

Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel lud Vertreter aus G20 und afrikanischen Staaten, Investoren und Organisationen nach Berlin ein.

Berlin – Am Dienstag, den 19. November 2019, trafen zahlreiche Regierungsvertreter zu einer Tagung in Berlin ein. Auf Einladung von Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel trafen sich Vertreter aus 12 Ländern aus dem Kreis der G20 Staaten mit Regierungsvertretern aus 12 afrikanischer Nationen. Ebenfalls nahmen Vertreter internationaler Institutionen teil. Darunter Delegationen der Weltbank, des internationalen Währungsfond und der afrikanischen Entwicklungsbank. Im Kanzleramt sollte es zum dritten Mal darum gehen, wie man in den teilnehmenden Ländern die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben kann. Dabei sollen vor allem private Investoren ihr Engagement erweitern. Zu diesem Zweck fand bereits am Vortag eine Investorenmesse statt. Von Seiten Marokkos nahm der marokkanische Außenminister Nasser Bourita an der Konferenz teil.

Merkel
Quelle marokkanisches Außenministerium – Deutsche Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel auf dem „G20 Compact Africa“ Gipfel in Berlin

Konzept der Patenschaft soll Austausch und Zusammenarbeit verbessern.

Die Zusammenarbeit ist in einer Art Patenschaft oder Partnerschaft organisiert. Jeweils ein Land aus den G20 Ländern unterstützt ein Land aus Afrika, bei einem bestimmten Projekt. Zugleich bringt der „G20 Compact Africa“ Gipfel weitere interessierte Parteien, wie die Weltbank, den IWF aber auch private Investoren mit den afrikanischen Staaten zusammen. Bei den G20 Staaten besteht ein rollierendes System. Auf afrikanischer Seite nehmen teil: Äthiopien, Ägypten, Benin, Burkina Faso, Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien. Die Bundesregierung bezeichnet diese Länder als „reformorientiert“. Die afrikanischen Staaten sollen sich, um gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Reformen kümmern und erhalten dafür von dem jeweiligen Partnerland Unterstützung.

G20
Quelle deutsche Bundesregierung – Übersicht der teilnehmenden Länder auf Seiten Afrikas

Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt auf drei Ländern.

Nach Angaben der deutschen Regierung hat die Bundesrepublik besondere Reformpartnerschaften mit den Teilnehmerländern Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana und Tunesien vereinbart. Hier fungiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung als Ansprechpartner und Koordinator. Deutschland will sich in diesen drei Ländern, um den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Verbesserung der Energieeffizienz und der Entwicklung eines Finanz- und Bankensektors kümmern.

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