Marokko – Außenminister nennt Anti-Daech (ISIS) Konferenz einen Erfolg.

Anti-Daech Koalition will sich stärker in Afrika engagieren.

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Anti-Daech Koalition
Quelle marokkanisches Außenministerium - Gruppenbild der Teilnehmer an der Anti-Daech (ISIS) Konferenz in Marrakech im Mai 2022

Marokkanischer Außenminister Nasser Bourita zieht positives Resümee zur Konferenz der weltweiten Anti-Daech (ISIS) Koalition in Marrakech

Marrakech – Das Ministertreffen der Globalen Koalition zur Bekämpfung des Daech (ISIS) sei ein Erfolg auf allen Ebenen gewesen, betonte am gestrigen Mittwoch (11. Mai 2022) in Marrakech der Minister für auswärtige Angelegenheiten, afrikanische Zusammenarbeit und Marokkaner im Ausland, Nasser Bourita, der auch als Gastgeber fungierte.

Während des Treffens haben die Vertreter der Koalition die Maßnahmen zur Stabilisierung der zuvor von Daech (ISIS) betroffenen Gebiete, zur strategischen Kommunikation gegen die Radikalisierungspropaganda dieser Terrorgruppe und der ihr angeschlossenen Organisationen sowie zur Bekämpfung ausländischer terroristischer Kämpfer erörtert.

Der Erfolg dieses internationalen Treffens, das auf gemeinsame Einladung des marokkanischen Außenministers und des US-Außenministers Antony Blinken organisiert wurde, spiegele sich in der Teilnahme von 79 Ländern wider, darunter 19 aus Afrika, 8 aus Asien und 9 Delegationen aus der arabischen Welt, so Nasser Bourita in seinem Resümee zum Ende der Konferenz.

Anti-Daech Koalition will sich stärker in Afrika engagieren.

Auf der Konferenz in Marrakech wurde die Republik Benin als neues und 85. Mitglied in die Koalition aufgenommen.

Darüber hinaus erläuterte der marokkanische Außenminister drei für ihn wesentliche Kriterien für den Erfolg.
So habe sich das Augenmerk der Koalition nun stärker in Richtung Afrika verändert. Ein Kontinent, dessen sicherheitspolitischen Belange zunehmen in den Fokus gerückt werden konnten.

Anti-Daech Konferenz
Quelle marokkanisches Außenministerium – Sitzung der Anti-Daech Konferenz in Marrakech

Das zweite Kriterium sei „der Erfolg Marokkos bei der Formulierung wirksamer und einheitlicher nationaler Antworten im Kampf gegen den Terrorismus, der dem Land auf internationaler Ebene Glaubwürdigkeit verleiht und seine nationalen Erfahrungen zu einer wichtigen Inspirationsquelle für mehrere befreundete Länder und Partnerländer, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, macht“.

Der dritte Faktor sei „die tiefe und feste Überzeugung Marokkos, dass der Kampf gegen den Terrorismus eine globale und koordinierte kollektive Anstrengung erfordert, die die verschiedenen Aspekte dieses Phänomens im Rahmen eines auf Kooperation und Koordination basierenden Ansatzes angeht“.

Die Unterstaatssekretärin für politische Angelegenheiten der Vereinigten Staaten, Victoria Nuland, die US-Außenminister Blinken vertrat, betonte ihrerseits, dass die Mitglieder der Globalen Koalition gegen Daech (ISIS) sich dafür einsetzen, Daech im Irak und in Syrien, auf dem Kontinent, in Afrika und auf der ganzen Welt dauerhaft zu besiegen, und wies darauf hin, dass die Arbeit der Koalition von der Befreiung der von Daech kontrollierten Gebiete im Irak und in Syrien bis hin zur Identifizierung von Gebieten in der Welt, die einen fruchtbaren Boden für Terrorgruppen darstellen, und zur Bekämpfung der Ursachen reicht.

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