Marokko – Aussetzung von Importzöllen auf Speiseöle

Kaufkraftverluste bei den Bürgerinnen und Bürger sollen bei Grundnahrungsmittel gebremst werden.

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Regierungsrat will Preisanstieg bei Sonnenblumenöl, Sojabohnen und Raps durch Verzicht auf Einfuhrzölle abmildern.

Rabat – Die weltweiten Preisanstiege bei Nahrungsmitteln betreffen nicht nur Weizen, sondern auch pflanzliche Fette, wie Speiseöle oder Sojabohnen. Auch in Marokko sind solche Güter von Preisanstiegen betroffen, insbesondere wenn diese importiert werden. Das nordafrikanische Königreich subventioniert bereits wichtige Produkte des täglichen Lebens sowie Energie (Strom) mit Milliardenausgaben, die zunehmend die Leistungskraft des Staatshaushalts an seine Grenzen bringen. Um die Kaufkraft bei Speiseölen und -fetten zu stützen, hat sich der letzte Regierungsrat mit einem Dekret zu Einfuhrzöllen beschäftigt.

Regierungsrat setzt Einfuhrzölle auf unbestimmte Zeit aus.

Der Regierungsrat, der am 2. Juni unter dem Vorsitz von Regierungschef Aziz Akhannouch zusammentrat, genehmigte den Entwurf des Dekrets Nr. 2.22.393 über die Aussetzung der Einfuhrzölle für bestimmte Ölsaaten und Rohöle.

Der von der Wirtschafts- und Finanzministerin Nadia Fettah Alaoui vorgelegte Dekretentwurf zielt darauf ab, dem starken Anstieg der Rohstoffpreise und seinen Auswirkungen auf den Verkaufspreis der am meisten verbrauchten Speiseöle entgegenzuwirken, wie der stellvertretende Minister für die Beziehungen zum Parlament und Regierungssprecher Mustapha Baitas in der Pressekonferenz nach der Ratssitzung erklärte.

Die Regierung beschloss, die Einfuhrzölle auf rohe Ölsaaten aus Sonnenblumen, Sojabohnen und Raps ab dem 3. Juni 2022 auszusetzen. Da der Regierungssprecher kein Enddatum für die Aussetzung nannte, gilt diese Regelung zunächst auf unbestimmte Zeit.

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