Marokko – Auswärtiges Amt sucht Gespräch mit Botschafterin Marokkos.

Abbruch der Kommunikation wegen „tiefer Missverständnisse über die grundlegenden Fragen des Königreichs Marokko“.

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Zhor El Alaoui
Neue Botschafterin Marokkos in Deutschland Zhor El Alaoui

Deutsches Auswärtiges Amt sieht keinen Grund für beeinträchtigte Beziehungen zu Marokko.

Berlin – Das deutsche Auswärtige Amt in Berlin hat auf den Abbruch der Kommunikation von Seiten Marokkos mit der Deutschen Botschaft in Rabat reagiert. Auf Anfrage von Maghreb-Post bestätigte das Ministerium von Heiko Maas (SPD), dass man die Botschafterin des Königreichs Marokko, ihre Exzellenz Frau Zohour El Alaoui, zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt eingeladen hat.

Wörtlich heißt es aus Berlin dazu: „Die Bundesregierung sieht keinen Grund für eine Beeinträchtigung der guten diplomatischen Beziehungen zu Marokko. Die marokkanische Botschafterin in Berlin wurde daher heute vom Staatssekretär des Auswärtigen Amts zu einem dringenden Gespräch und um Erläuterung des Vorgangs gebeten.“

Abbruch der Kommunikation wegen „tiefer Missverständnisse über die grundlegenden Fragen des Königreichs Marokko“.

Aus Sicht Marokkos sieht man sich von Seiten Deutschlands unzureichend in Sachen der territorialen Integrität unterstützt. Der marokkanische Außenminister, Nasser Bourita, bat in einem zunächst nur für den internen Gebrauch vorgesehenen Brief, der an seine Kollegen in der Regierung gerichtet war, darum, jede direkte Kommunikation mit der Deutschen Botschaft in Rabat auszusetzen. Aus dem Umfeld des marokkanischen Außenministerium war zu erfahren, dass man so die Zusammenarbeit mit Deutschland bereinigen und neu starten will, insbesondere bezogen auf die Westsahara.

Marokko – Ursachensuche zum Kommunikationsabbruch zur Deutschen Botschaft.

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