Marokko – Delegation nimmt an Anti-Terror Gipfel der ECOWAS teil.

Wachsender Terrorismus destabilisiert die Sub-Sahara und Sahelzone.

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Außenminister
Marokkanischer Außenminister Nasser Bourita

Königreich erhält Status als „besonderer Gast“ und hofft für seine Mitgliedschaft in der Organisation werben zu können.

Rabat – Seit gestern tagen Delegationen aus den ständigen Mitgliedern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und Marokko in der Hauptstadt von Burkina Faso. Wichtigstes Thema ist der Kampf gegen den Terrorismus in der Sahelzone. Obwohl Marokko kein Mitglied der ECOWAS ist, nimmt, auf Anweisung des marokkanischen Königs, eine hochrangige Delegation an dem Anti-Terror Gipfel in Ouagadougou teil. Die ECOWAS – Staaten haben Marokko eingeladen und dem Land den Status eines „besonderen Gastes“ gegeben. Das nordafrikanische Land bemüht sich, seit seiner Rückkehr in die Afrikanische Union, um eine Vollmitgliedschaft in der Wirtschaftsgemeinschaft. Laut einer Erklärung der Regierung wird die marokkanische Delegation von Außenminister Nasser Bourita angeführt. Die Erklärung fügte hinzu, dass die königlichen Anweisungen auf eine Anfrage des nigerianischen Präsidenten Issoufou hin erfolgten, der eine besondere Einladung an König Mohammed VI. für den Gipfel aussprach.

Wachsender Terrorismus destabilisiert die Sub-Sahara und Sahelzone.

In den letzten Monaten und Jahren sah sich die Sahelzone mit einem Wiederaufleben terroristischer Bedrohungen und Aktionen konfrontiert. Dabei sind unterschiedliche extremistische Gruppen dabei, ganze Staaten zu destabilisieren. Die präsentesten Gruppen sind Boko Haram, Al-Qaida im Islamischen Maghreb und zunehmend Gruppierungen, die sich durch Daech-Rückkehrer (ISIS) aus Syrien und dem Irak gebildet haben. Besonders betroffen sind die Länder Burkina Faso, Niger, Mali und Nigeria.

ECOWAS
Marokkanischer Außenminister auf ECOWAS Gipfel

Marokko bietet Austausch und Zusammenarbeit an.

Der Anti-Terror-Gipfel soll helfen auszuloten, ob es Potentiale für eine Zusammenarbeit zwischen den 15 ECOWAS-Staaten und Marokko gibt. Das Königreich ist sehr erfolgreich im Kampf gegen den extremistischen Terrorismus und wird weltweit zunehmend als Ratgeber betrachtet. Das nordafrikanische Königreich kämpft, wie auch die übrigen Maghreb-Staaten, vor allem gegen Bedrohungen, die sich durch Daech – Rückkehren und von Al-Qaida im Maghreb ergeben. In Algerien und Tunesien werden wiederholt bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Terrorgruppen in der Wüstenregion gemeldet. Marokko ist, aufgrund des Westsahara-Walls vor illegalen Grenzüberschreitungen durch Terror-Gruppierungen relativ geschützter, aber nicht völlig sicher. Auf dem Gipfel will Marokko die Teilnehmer über Konzepte und Erfahrungen informieren.

Marokko hofft auf Vollmitgliedschaft in der ECOWAS

Der Status Marokkos als „besonderer Gast“ lässt die marokkanische Regierung hoffen, dass die Vorteile einer Vollmitgliedschaft erkannt wurden. Trotz Bemühungen des Königreiches die „kontinentale Agenda“ zu unterstützen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den ECOWAS-Staaten, gibt es Vorbehalte gegen eine Mitgliedschaft Marokkos. Die Regierung in Rabat hofft, dass die Veranstaltung eine weitere Gelegenheit bietet, den Beitrittswillen in die ECOWAS zu untermauern, indem es seinen Wert, politisch, wirtschaftlich und in Fragen der Sicherheit für die Organisation hervorhebt.

Auf dem Anti-Terror Gipfel von Ouagadougou hofft Marokko, seine wirksamen, weltweit anerkannten Sicherheits- und Anti-Terrorismusprozesse aufzeigen zu können, um an den bedeutenden Mehrwert zu erinnern, den seine Mitgliedschaft für die ECOWAS darstellen würde.

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