Marokko – Deutsches Auswärtiges Amt begrüßt Ernennung von De Mistura als Sondergesandten der UNO für die Westsahara

Diplomatische Eiszeit zwischen Berlin und Rabat unter anderem wegen Haltung Deutschlands in der Westsahara-Frage.

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Auswärtiges Amt
Sitz des Auswärtiges Amts in Berlin

Deutschland sagt neuem UNO-Sondergesandten für die Westsahara volle Unterstützung zu.

Berlin – Das deutsche Auswärtige Amt hat die gestrige Ernennung des neuen UNO Sondergesandte des Generalsekretärs für die Westsahara begrüßt. 28 Monate nach dem Rücktritt des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, ist der Posten des persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs in der Westsahara am gestrigen späten Abend offiziell wieder besetzt worden. Die Ernennung des italienisch-schwedischen UNO – Diplomaten Staffan de Mistura wurde auch im deutschen Auswärtigen Amt begrüßt. In einer Stellungnahme des deutschen Außenministeriums heißt es dazu: „Es ist eine sehr gute Nachricht, dass der Posten des Persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Westsahara nach mehr als zwei Jahren Vakanz nun nachbesetzt wird. Staffan de Mistura ist ein erfahrener Diplomat und Vermittler, der bereits in vielen Krisen seine außerordentlichen diplomatischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat.“

Marokko – Staffan de Mistura offiziell Westsahara Sonderbeauftragter des UNO-Generalsekretärs

Diplomatische Eiszeit zwischen Berlin und Rabat unter anderem wegen Haltung Deutschlands in der Westsahara-Frage.

Deutschland ist zuletzt indirekt in den Konflikt in der Westsahara geraten, nach dem die USA Ende 2020 die volle Souveränität Marokkos über das Gebiet zwischen dem Atlantik und Mauretanien anerkannten und die Bunderepublik dies offen im UNO-Sicherheitsrat kritisierte. Unter anderem wegen dieser Haltung und weitere Streitpunkte in den bilateralen Beziehungen, brach das nordafrikanische Königreich Marokko im Mai dieses Jahres die diplomatischen Beziehungen ab und stellte die Kommunikation mit deutschen Institutionen und der Botschaft in Rabat ein. Im Zusammenhang mit der Ernennung des neuen Sondergesandten sagt Deutschland Herrn De Mistura Unterstützung zu. Dazu heisst es in der Erklärung: „Herr de Mistura kann auf unsere volle Unterstützung zählen, um im Westsahara-Konflikt eine gerechte, dauerhafte und für alle Seiten annehmbare politische Lösung im Rahmen der Vereinten Nationen zu finden. Es ist wichtig, dass der politische Prozess und insbesondere die Gespräche am runden Tisch jetzt entlang der einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zügig wiederaufgenommen werden.“

Marokko – Botschafterin aus Berlin zurückgerufen.

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