Marokko – Elfenbeinküste eröffnet Generalkonsulat in Laayoune

Bisher haben sieben Staaten eine diplomatische Vertretung eröffnet.

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Laayoune
Quelle marokkanisches Außenministerium - Außenminister Bourita bei der Eröffnung des Generalkonsulats in der Stadt Laayoune (Westsahara).

Weiterer afrikanischer Staat eröffnet diplomatische Vertretung in der Westsahara.

Laayoune – Der marokkanische Außenminister ist weiterhin erfolgreich, bei seinem Werben, vor allem bei afrikanischen Staaten, wenn es um die Ansiedlung von diplomatischen Vertretungen in den sog. marokkanischen Südprovinzen bzw. Westsahara geht. Die Elfenbeinküste hat am heutigen Dienstag offiziell ein Generalkonsulat in der Stadt Laayoune in der Westsahara eröffnet. Der marokkanische Außenminister Nasser Bourita reiste persönlich an, um der Eröffnungsfeier beizuwohnen. Die Einweihung erfolgt, nachdem der ivorische Regierungssprecher Sidi Tiemoko Toure im vergangenen Monat die Entscheidung seines Landes bekannt gegeben hatte, ein Generalkonsulat in der Region zu eröffnen. Ziel des Konsulats sei es, die Bande der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Marokko und der Elfenbeinküste zu stärken. Bereits seit Juni 2019 hatte die Elfenbeinküste ein Honorarkonsulat in der Region.

Marokko nutzt Abwesenheit eines UN-Sondergesandten.

Seit Ende Mai 2019, und der Mandatsniederlegung durch Dr. Horst Köhler, gibt es keinen UN-Sondergesandten für die Westsahara und damit niemanden, der einen Verhandlungsdruck auf alle Konfliktparteien ausüben könnte. Marokko nutzt diese Situation geschickt aus. Für das Königreich ist diese Eröffnung ein weiterer diplomatischer Erfolg, der die wachsende Unterstützung für die definierte territoriale Integrität Marokkos auf dem afrikanischen Kontinent widerspiegeln soll. Entsprechend hat die marokkanische Regierung ihre Zufriedenheit über die Entscheidung der afrikanischen Länder zum Ausdruck gebracht, diplomatische Vertretungen in der Region zu eröffnen. Außenminister Bourita sagte in einer früheren Erklärung, dass die Konsulate die „Realität widerspiegeln, dass die Sahara durch das Gesetz, die Geschichte, den Willen der Bevölkerung und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft sowie der Freunde Marokkos marokkanisches Territorium ist“.

Westsahara
Marokkanischer Außenminister in der Westsahara bei er Eröffnungsfeier eines weiteren Generalkonsulats.

Bisher haben sieben Staaten eine diplomatische Vertretung eröffnet.

Mit der heutigen Eröffnung erhöht sich die Zahl der afrikanischen Konsulate in der Region auf sieben. Die Liste der afrikanischen Staaten mit diplomatischen Vertretungen in der Westsahara Marokkos umfasst die Zentralafrikanische Republik, São Tomé und Príncipe, Gabun, die Komoren, Gambia und Guinea. Diese Staaten wurden und werden von Seiten Algeriens, Südafrikas und vor allem durch die Polisario, die bewaffnet für einen unabhängigen Staat in der Region kämpft, heftigst verurteilt. Für sie ist Marokko die letzte afrikanische Kolonialmacht, die das sahraouische Volk vertrieben hat oder unterdrück, um die Region auszubeuten. Marokko führt an, dass es eine durch Spanien besetzte und dann aufgegebene Region, die historisch dem Königreich zugehörig gewesen sei, lediglich zurückgeholt habe. Ein Konflikt der Nordafrika, dem Maghreb und allen betroffenen Parteien viel Leid gebracht hat und seit mehr als 45 Jahren die Entwicklung der Region beeinflusst.

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