Marokko – Erneute Verlängerung des COVID-19 Gesundheitsnotstands bis zum 31. Mai 2022

Trotz geringer Coronavirus - Neuinfektionen und Inzidenzen will Regierung handlungsfähig bleiben.

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Regierungssprecher
Regierungssprecher Mustapha Baitas

Regierungsrat stimmt Vorschlag des Gesundheits- und Innenministeriums zu, den COVID-19 Gesundheitsnotstand nochmals zu verlängern.

Rabat – Wie der Regierungssprecher Mutapha Baitas nach der Sitzung des Regierungsrates, unter Vorsitz des Premierministers Aziz Akhennouch, bekannt gegeben hat, wurde entschieden, den COVID-19 Gesundheitsnotstand erneut zu verlängern. Ohne diese Verlängerung hätte dieser am 30. April geendet.

Nun wurde die gesetzliche Grundlage für mögliche COVID-19 Einschränkungen der Bürgerrechte bis zum 31. Mai 2022 verlängert. Damit folgt der Regierungsrat in seiner heutigen Sitzung (28. April 2022) der Empfehlungen des Gesundheits- und des Innenministeriums.

Damit sichert sich die Regierung ihre politische und juristische Handlungsfähigkeit, um schnell auf Veränderungen der COVID-19 Pandemie reagieren zu können.

Sorge vor neuer Infektionswelle während der Ferien- und Reisesaison

Derzeit steht das nordafrikanische Königreich sehr gut da, hat man doch seit Wochen sehr niedrige Werte bezüglich Coronavirus SARS-COV 2 Neuinfektionen und schweren COVID-19 Verläufen. Entsprechend sind die Behandlungskapazitäten gering ausgelastet.

Allerdings hat das Land seine Grenzen zu Europa weitestgehend geöffnet, obwohl die Pandemie in einigen wichtigen Einreiseländern weiterhin umfänglich für Neuinfektionen sorgt. Marokko versucht sich durch strenge Einreisevorschriften vor einer neuen Welle zu schützen. So dürfen Personen per Fähre nur dann einreisen, wenn sie vollständig geimpft sind oder einen aktuellen PCR-Test vorlegen können.
Wer gar per Flugzeug einreisen möchte, muss derzeit sogar nicht nur vollständig geimpft sein, sondern zusätzlich einen aktuellen PCR-Test vorlegen können. Die unterschiedlichen Regelungen je nach Einreiseweg werden in Marokko und unter Einreisewilligen heftig kritisiert. Der Regierungssprecher deutete in einem Nebensatz während seiner Pressekonferenz an, dass diese Kritik ggf. zu einer zeitnahen Anpassung der Einreiseregeln führen könnte. Welche Art diese Anpassung sein könnte, lies er offen.

Marokko – 51 Coronavirus – Neuinfektionen in 24 Stunden.

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