Marokko – EU unterstützt Krisenfonds mit 450 Millionen EUR.

Europäische Union will weiter helfen.

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Sitz der EU in Brüssel

Großzügige Hilfe für das nordafrikanische Königreich aus Brüssel.

Rabat – In einer gemeinsamen Erklärung der EU und des marokkanischen Außenministeriums wurde bekannt gegeben, dass das nordafrikanische Königreich eine Soforthilfe in Höhe von 150 Millionen EURO bekommen soll. Das Geld soll in den von König Mohammed VI. initiierten Krisenfonds fließen, der dabei helfen soll, die negativen Folgen der Coronavirus – COVID-19 Pandemie auf Marokko abzumildern. Weitere 300 Millionen EURO will die EU bereitstellen, um den allgemeinen Staatshaushalt zu unterstützen, der in Folge der wirtschaftlichen Auswirkungen deutlich aus der Balance geraten ist und weiter geraten wird. Die gemeinsame Erklärung wurde nach einem Telefongespräch zwischen dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, afrikanische Zusammenarbeit und MREs, Nasser Bourita, und dem Kommissar für Erweiterung und europäische Nachbarschaftspolitik, Oliver Varhelyi, veröffentlicht.

EU größter Unterstützer Marokkos.

Während die EU intern darüber streitet, dass in dieser Zeit der Seuche der nationale Egoismus durchschlägt, zeigt Brüssel, dass es auch an seine Nachbarn denkt. Insgesamt stellt die EU damit 450 Millionen EURO seinem Nachbarn Marokko zur Verfügung, um die Folgen von COVID-19 abzumildern. Diese Beihilfe fällt deutlich größer aus, als die der USA, dem vermeintlich engen Partner. Die USA hatten in dieser Woche ca. 6,6 Millionen marokkanische Dirham MAD bzw. 663.000 US-Dollar* zugesagt, was nur ein Bruchteil der Hilfen der EU darstellt.

Europäische Union will weiter helfen.

Das Gespräch fand im Rahmen der vielschichtigen Partnerschaft und des laufenden Austauschs zwischen dem Königreich Marokko und der Europäischen Union statt und konzentrierte sich auf die Entwicklung der COVID-19 Pandemie sowie der Mittel, die auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene zur Bekämpfung der Pandemie eingesetzt werden, so die Erklärung weiter.

In diesem Zusammenhang soll das für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik zuständige Kommissionsmitglied die energischen und notwendigen Maßnahmen, die das Königreich Marokko umgehend ergriffen hat, gelobt haben, um der Ausbreitung des Virus und seinen Auswirkungen entgegenzuwirken, und betont, dass die EU weiterhin bereit ist, Marokko bei seinen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bemühungen durch eine Reihe von Maßnahmen zu unterstützen.

*Wechselkurs Stand 27. März 2020

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