Marokko – Gegenseitige Anerkennung von COVID-19 Impfzertifikaten mit drei Ländern vereinbart.

Gegenseitige Anerkennung von Impfpässen durch vergleichbare Impfstoffe in Tunesien, die Türkei und Ungarn erleichtert.

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Außenminister
Quelle marokkanisches Außenministerium - Außenminister Bourita und Herr Szijjjártó, Außenminister Ungarns bei einem Treffen in Rabat

Vereinfachte Einreisebedingungen (ohne PCR-Test) und größere Bewegungsfreiheiten, für geimpfte Menschen aus diesen und für Marokkaner bei Reisen in diese Länder.

Rabat – Marokko hat nach Medienberichten inzwischen mit drei Ländern bilaterale Coronavirus – Impfpass – Vereinbarungen getroffen, die darauf abzielen, die jeweils ausgestellten COVID-19 Impfzertifikate (Impfpässe) anzuerkennen. Daraus ergebe sich, dass Reisen zwischen den Ländern und Marokko, ab dem 15. Juni 2021, nur mit dem Impfpass, unter Verzicht auf einen ansonsten obligatorischen PCR-Test, ermöglicht werden, so das Nachrichtenportal Medias24, unter Berufung auf eine autorisierte Quelle. Die drei Länder sollen die Türkei, Ungarn und Tunesien sein. Das marokkanische Außenministerium hat die Vereinbarungen mit der Türkei und mit Ungarn inzwischen bestätigt. Ähnliche Verhandlungen sollen mit weiteren Ländern derzeit stattfinden. Die Gespräche mit den drei genannten Ländern fanden am Mittwoch, den 9. Juni 2021 statt.

Impfpass
Quelle marokkanisches Außenministerium – Marokko und Ungarn vereinbaren gegenseitige Anerkennung von COVID-19 Impfpässen

Einreise für geimpfte Menschen aus diesen Ländern auch ohne PCR-Test möglich.

Laut der von Medias24 angesprochenen autorisierten Quelle bedeutet dies, dass Inhaber von türkischen, tunesischen oder ungarischen Impfpässen ab dem 15. Juni 2021 ohne PCR-Test und nur dank ihres Impfausweises nach Marokko einreisen können. Diese Maßnahme gilt auch für Marokkaner mit dem marokkanischen Impfpass, die in diese drei Länder reisen möchten. Nach der gleichen zitierten Quelle ist die Einreise nach Marokko aus einem Land der Liste A nicht an eine Impfung gebunden. Geimpfte Personen können ab dem 15. Juni 2021 mit ihrem Impfpass nach Marokko einreisen, aber ein negativer PCR-Test von weniger als 48 Stunden bleibt obligatorisch, betont Medias24. Dies, mit Ausnahme der drei oben genannten Länder.

Marokko – Gegenseitige Anerkennung von Impfzertifikaten mit der Türkei vereinbart.

Nicht geimpfte Personen können auch mit nur einem negativen PCR-Test, der weniger als 48 Stunden alt ist, nach Marokko reisen. Personen die einen Impfpass bereits besitzen, haben zusätzlich eine höhere Bewegungsfreiheit, können überwiegen ohne Sondererlaubnis Reisen und sind von der weiterhin gültigen landesweiten Ausgangssperre ab 23 Uhr Ortszeit ausgenommen.

Gegenseitige Anerkennung von Impfpässen durch vergleichbare Impfstoffe in Tunesien, die Türkei und Ungarn erleichtert.

Marokko und die bisherigen drei Länder reagieren auf die Haltung der EU, die nur Personen als geimpft anerkennt, wenn diese mit einem in der EU zugelassen Impfstoff geimpft worden sind. Der chinesische Impfstoff Sinopharm und das russische Vaccine Sputnik V sind beispielsweise durch die europäische Arzneimittelbehörde noch nicht für die EU zugelassen. Diese Impfstoffe sind aber in den genannten Ländern breit eingesetzt worden oder sollen noch eingesetzt werden. Auf der Basis dieser Vergleichbarkeit zwischen Tunesien, der Türkei und Ungarn haben die drei Länder eine gegenseitige Impfpassanerkennung vereinbaren können. Ungarn setzte und setzt unter anderem auf Sinopharm und Sputnik V, Tunesien auf AstraZeneca aus dem UNO COVAX-Programm, Sputnik V und auf BioNTECK, Marokko nutzt derzeit AstraZeneca, vor allem Sinopharm und hat die Impfstoffe von Sputnik V sowie Johnson&Johnson zugelassen, wenn auch noch nicht eingesetzt.

Maghreb – Frankreich akzeptiert bei Einreise nur Impfungen mit in der EU zugelassenen Impfstoffen.

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