Marokko – Gesundheitsnotstand erneut verlängert.

Gesundheitsnotstand ist der juristische Rahmen für Eindämmungsmaßnamen im Kampf gegen COVID-19

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Regierungssprecher
Regierungssprecher - Herr Mustapha Baitas

Regierung verlängert COVID-19 Gesundheitsnotstand bis zum 31. März 2022

Rabat – Der heutige Regierungsrat hat sich erneut mit dem sog. COVID-19 Gesundheitsnotstand beschäftigt und über einen vom Gesundheits- und Innenministerium eingereichten Dekretentwurf beraten. Wie der Regierungssprecher Mustapha Baitas bei der an die Sitzung des Regierungsrates anschließende Pressekonferenz mitteilte, wird in Marokko der COVID-19 Gesundheitsnotstand, um weitere vier Wochen und damit bis zum 31. März 2022 verlängert.

Damit behält sich die Regierung juristisch alle Eingriffsmöglichkeiten offen, um auf Veränderungen bei der COVID-19 Pandemie reagieren zu können.

Zuletzt spekulierten politische Beobachter und Medien darüber, ob die Regierung den Gesundheitsnotstand zum Ende des Monats Februar einfach auslaufen lässt, angesichts der inzwischen vergleichsweise niedrigen Fallzahlen bei den Coronavirus SARS-COV 2 Neuinfektionen. Doch in Rabat scheint man der Lage noch nicht wirklich zu trauen, auch weil die Impfkampagne deutlich ins Stocken geraten ist und es weiterhin viele Menschen im Land gibt, die bisher keine Impfung erhalten haben.

Inzwischen sind die Landesgrenze zumindest über den Luftweg für Reisende aus dem Ausland wieder geöffnet und gerade der Tourismus hofft auf eine Wiederbelebung, was aber zu vermehrten Kontakten aus dem Ausland führen wird, wo die Werte für Coronavirus Neuinfektionen deutlich höher sind, als in Marokko.

Marokko – 357 Coronavirus SARS-COV 2 – Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden.

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