Marokko – Großbritannien und Marokko unterzeichnen Post – Brexit – Abkommen

Handel zwischen Großbritannien und Marokko soll nicht beeinträchtigt werden.

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Brexit
Quelle marokkanisches Außenministerium - Außenminister Nasser Bourita und Staatsminister Andrew Murrison unterzeichnen Post Brexit Abkommen in London

Brexit soll die bisherigen Abkommen nicht gefährden.

Rabat – Marokko und Großbritannien haben ein sog „Assoziierungsabkommen“ unterzeichnet. Das Abkommen soll sicherstellen, dass die bisherigen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen beiden Länder von einem erwarteten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) unberührt bleiben. Das Abkommen wurde am vergangen Samstag in London vom marokkanischen Außenminister Nasser Bourita und dem britischen Staatssekretär für internationale Entwicklungen und dem Nahen Osten, Andrew Murrison, unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass der Brexit, die im Rahmen der Beziehungen zwischen der EU und Marokko unterzeichneten „strategischen Verbindungen“, zwischen Rabat und London nicht berührt. Die bisherigen Vereinbarungen sollen einfach weiter zwischen London und Rabat gelten.

Großbritannien
Post Brexit abkommen zwischen Großbritannien und Marokko

Handel zwischen Großbritannien und Marokko soll nicht beeinträchtigt werden.

Das neue Abkommen, das eine Freihandelsklausel ähnlich der Deep and Comprehensive Free Trade Area (DCFTA) zwischen Marokko und der EU enthält, zielt darauf ab, die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern weiter zu festigen und das bilaterale Handelsvolumen über den aktuellen Stand weiter zu entwickeln. In einer dem Abkommen beigefügten politischen Anlage sichern sich beide Länder zu, die für sie verbindlichen „strategischen Beziehungen“ zu wahren, indem sie die politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und territorialen Gegebenheiten, wie sie in den Texten der Beziehungen zwischen der EU und Marokko definiert sind, respektieren. Das Abkommen bedeutet, dass marokkanische und britische Produkte freien Zugang zu den Märkten des jeweils anderen Landes erhalten. Aus Sicht Marokkos wird betont, dass darunter auch Produkte aus den sog. Südprovinzen fallen. Das Abkommen soll am Tag nach dem tatsächlichen Austritt Großbritanniens aus der EU in Kraft treten.

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