Marokko – Innenminister bewertet Sicherheitslage positiv.

Straftaten vor allem in städtischen Umfeldern

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Gefühlte Sicherheitslage werde durch Gerüchte und Falschnachrichten zu negativ wahrgenommen.

Rabat – Die Sicherheitslage in Marokko sei normal und unter Kontrolle. Dies gehe aus dem Jahresbericht des Innenministeriums hervor, der zusammen mit dem Haushaltsentwurf PLF für 2023 vorgelegt wurde. Der Bericht stellt eine Bilanz der Arbeit des Innenministeriums für das Jahr 2022 da und hebt wichtige Ereignisse hervor, berichtet die Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia in ihrer Ausgabe vom 2. November 2022.

Dank dieser Ergebnisse, so die Zeitung, sei das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger sowie der Touristinnen und Touristen nun sehr hoch. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums wirken sich diese Ergebnisse günstig auf die internationale Wahrnehmung der Sicherheit im Königreich aus. Dieser Trend wird durch die Zahlen der Jahresbilanz des Innenministeriums vermeintlich untermauert, deren Ergebnisse sich auf die ersten acht Monate des Jahres 2022 beziehen.

Straftaten vor allem in städtischen Umfeldern

Die Behörde von Innenminister Abdelouafi Laftit registrierte nach eigenen Angaben von Januar bis August dieses Jahres 785.254 Straftaten. Straftaten gegen Personen, Waren und Eigentum machen ca. 39% aller registrierten Fälle aus. Der Bericht des Innenministeriums beschreibt auch, dass sich die Kriminalität stärker auf städtische Umfelder konzentriere, in denen 78% der Straftaten begangen werden.

Lt. dem Innenministerium lag die Aufklärungsquote in den ersten acht Monaten des Jahres bei 90%. Es wurden 692.194 Personen verhaftet und vor Gericht gestellt, 3% davon waren Minderjährige. Die Zahl der Straftaten, die das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen, belaufe sich auf 219.000 Fälle, d. h. 29% aller erfassten Straftaten.

Die Abteilungen des Innenministeriums stellen fest, dass v. a. das Unsicherheitsgefühl der Bürgerinnen bzw. Bürger nicht selten in keinem Verhältnis zur Realität stehe. Der Grund dafür sei die Verbreitung von „Gerüchten“, „Fake News“, „Falschmeldungen“, „Lügen“ oder ähnliches in der Berichterstattung bestimmter Medien, zitiert die Zeitung den Minister Abdelouafi Laftit weiter.

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