Marokko – Irland eröffnet Botschaft in Rabat.

Marokko als Plattform in Afrika und mit seinen Erfahrungen im Bereich erneuerbarer Energie für Irland wichtig.

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Erste Botschaft Irlands in Afrika. Schwerpunkt ist der Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen.

Rabat – Nach Angaben des irischen Außenministers, Simon Coveney, plant Irland seine erste Botschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Gegenüber der marokkanischen – staatlichen Nachrichtenagentur MAP bestätigte er, dass man eine Botschaft in Rabat eröffnen möchte. Im Wesentlichen soll sich die Botschaft um den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen kümmern. Dabei geht es vor allem um das Knüpfen von Handelsbeziehungen und dem Aufbau von Investitionschancen.

Außenminister sieht Chancen im Agrarsektor.

In seiner Stellungnahme wies der irische Außenminister darauf hin, dass Irland im Aufbau eines Botschaftsnetzes ist. Mit Marokko sehe man unterschiedliche gemeinsame Interessen. „Irland ist bisher eines der wenigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ohne Präsenz in Nordafrika…. Eine neue Botschaft in Rabat wird es uns ermöglichen, Handelsmöglichkeiten zu entwickeln, insbesondere in den Bereichen Lebensmittel, Landmaschinen und erneuerbare Energien“, sagte Außenminister Coveney gegenüber der MAP. Die neue Botschaft in Rabat ist eine von mehreren diplomatischen Vertretungen, die ab dem kommenden Jahr eröffnet werden sollen. So sind Botschaften unter anderem in Deutschland, den USA und der Ukraine geplant. Irland ist nach dem Brexit Großbritanniens nun gezwungen eigene diplomatische Vertretungen zu unterhalten, da es als EU – Staat weiter agiert, während der politische Partner in diplomatischen Fragen Großbritannien aus der EU austritt. Bis zum Jahr 2025 soll das eigene diplomatische Netz im Kern fertiggestellt sein.

Marokko als Plattform in Afrika und mit seinen Erfahrungen im Bereich erneuerbarer Energie für Irland wichtig.

Das Königreich Marokko verfolgt ehrgeizige Ziele in der Energie- und Wirtschaftspolitik. Hinsichtlich der eigenen Energieversorgung will Marokko, bis zum Jahr 2020, ca. 42% des eigenen Bedarfes durch erneuerbare Energieträger wie Sonne, Wasser und Wind decken. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil auf 52% steigen. Dazu baut Marokko an mehreren Solar- und Windparks in der Nähe von Ouarzazate und Midelt sowie zahlreichen kleineren Wasserkraftwerken. Letztere dienen auch der Sicherstellung der Wasserversorgung im Land. Irland, das ebenfalls Erfahrungen bei der Windkraft hat, glaub, dass in Marokko Investitionspotentiale gegeben sind.

Marokkos wirtschaftliche Expansion nach Afrika weckt ebenfalls Interesse. Marokko möchte sich als Plattform und Drehscheibe für Investoren etablieren, die sich auf dem afrikanischen Kontinent niederlassen möchten. Durch entsprechende politische Rahmenbedingungen werden Unternehmen angelockt.

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