Marokko – König empfängt US – Sonderbeauftragten Kushner.

Kushner bereitet Beratungen zum Friedens- und Sicherheitsplan für den Nahost-Konflikt vor.

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König
Quelle MAP - König Mohammed VI. und Jarad Kushner in Salé

König Mohammed VI. führt direkte Gespräche mit Jarad Kushner über die bilateralen Beziehungen und Entwicklungen im Nahen-Osten.

Rabat – Seit gestern Abend befindet sich der Schwiegersohn und Sonderbeauftragte des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Marokko. Das nordafrikanische Königreich ist eine von mehreren Stationen von Jarad Kushner auf seiner aktuellen Reise in den Nahen-Ost. König Mohammed VI., sein politischer Berater Fouad Ali El Himma und der marokkanische Außenminister Nasser Bourita führten von Seiten Marokkos die Gespräche. Der US-Sonderbeauftragte für den Nahen-Osten, Kushner, wird vom US-Sonderbeauftragten für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, und US-Sonderbeauftragten für den Iran, Brian Hook, begleitet. In den Gesprächen tauschte man sich, nach Angaben der marokkanischen – staatlichen Nachrichtenagentur MAP, über die langjährigen und „festen“ strategischen Beziehungen zwischen Marokko und den USA sowie über die aktuellen Entwicklungen im Nahen-Osten aus.

König Mohammed VI. lädt US – Delegation zum Iftar (Fastenbrechen) ein.

Die islamische Welt begeht zurzeit den für sie heiligen Fastenmonat Ramadan. Es ist Teil der Traditionen zum Ramadan, seine Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) einzuladen. König Mohammed VI. lud Jarad Kushner und seine Begleitung am gestrigen Abend zum gemeinsamen Iftar ein. In seiner privaten Residenz in Salé, der Schwesterstadt der marokkanischen Hauptstadt Rabat, nahmen von marokkanischer Seite neben König Mohammed VI., der Thronfolger Moulay Hassan, der Berater Fouad Ali El Himma und der marokkanische Außenminister Nasser Bourita teil.

Kushner bereitet Beratungen zum Friedens- und Sicherheitsplan für den Nahost-Konflikt vor.

Die Reise von Jarad Kushner dient dazu, den lange angekündigten Friedens- und Sicherheitsplan für den Nahost-Konflikt, vor seiner vollständigen Veröffentlichung, zu beraten und abzustimmen. US-Präsident Donald Trump hat bereits im Vorfeld vom „Deal des Jahrhunderts“ gesprochen. Marokko kommt eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, die Palästinenser zu beeinflussen. Das Nordafrikanische Königreich gilt als wichtiger Förderer und Unterstützter des palästinensische Volks. König Mohammed VI. ist auch Vorsitzender des Al Ouds – Komitees, das sich im Auftrag der islamischen Welt für einen freien Zugang zur auch für Muslime heiligen Stadt Jerusalem (Al Quds) einsetzt. Die Teilnahme von US-Sonderbeauftragten Hook lässt vermuten, dass es in Rabat auch um den aktuellen Konflikt mit dem Iran gegangen ist. Auch hier stehen sich Marokko und die USA nahe. Marokko hat vor wenigen Monaten die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen und wirft dem Iran vor, die Polisario logistisch und finanziell zu unterstützen und damit den Westsaharakonflikt anzuheizen.

Marokko – US – Sonderberater Kushner in Marokko erwartet.

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