Marokko – König sendet Botschaft an Palästinenserpräsident Abbas.

König Mohammed VI. von Marokko hat heute eine Botschaft an den palästinensischen Präsidenten Abbas gesendet, in der er sein Bedauern und seine Sorge über die Situation in Palästina zum Ausdruck bringt,

Mohammed VI
König Mohammd VI. von Marokko

König Mohammed VI. drückt seine Besorgnis, anlässlich der Situation in Palästina, aus.

Rabat – König Mohammed VI. von Marokko hat heute eine Botschaft an den palästinensischen Präsidenten Abbas gesendet, in der er sein Bedauern und seine Sorge über die Situation in Palästina zum Ausdruck bringt, nach dem die USA ihre Botschaft nach Jerusalem verlagert und heute eröffnet haben. König Mohammed VI. ist Vorsitzender des Al-Quds Komitees.

Hier ist die vollständige königliche Botschaft, welche über die marokkanisch-staatliche Nachrichtenagentur MAP veröffentlicht wurde.

„Gelobt sei Gott,
Frieden und Erlösung dem Propheten, seinen Nachkommen und seinen Gefährten.

Von Mohammed VI., König des Königreichs Marokko,
An Seine Exzellenz Mahmoud Abbas, Präsident des Staates Palästina,

Exzellenz und lieber Bruder,
Assalamou Alaikoum Wa Rahmatoullahi Taala Wa Barakatoho,

Wir verfolgen mit großer Betroffenheit und Sorge die Umsetzung der Entscheidung der amerikanischen Regierung, Al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt Israels anzuerkennen und seine Botschaft dorthin zu verlegen.

In unserer Eigenschaft als Vorsitzender des Al-Quds – Komitees, einem Mitglied der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, haben wir Seiner Exzellenz Herrn Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und Seiner Exzellenz Herrn Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, die extreme Bedeutung von Al-Quds Stadt verdeutlicht, nicht nur für die Konfliktparteien, sondern auch für die Anhänger der drei monotheistischen Religionen, und dass jeder Angriff auf den anerkannten rechtlichen und historischen Status von Al-Quds die Gefahr birgt, die palästinensische Frage in das Labyrinth religiöser Konflikte zu ziehen.

Wir verfolgten mit großem Interesse den internationalen Konsens, die Entscheidung der US-Regierung, angesichts ihrer schwerwiegenden Auswirkungen auf die Aussichten für den Friedensprozess, abzulehnen, und betrachteten diesen Konsens als eine Botschaft der starken Unterstützung für die Rechte des palästinensischen Volkes und seiner gerechten Sache, insbesondere bezogen auf Al-Quds Asharif.

Heute und angesichts dieser bedauerlichen Entwicklung für die palästinensische Sache und insbesondere für Al-Quds, bekräftigen wir unsere Ablehnung dieses einseitigen Aktes, gegen den Willen der internationalen Gemeinschaft, die durch die einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates dazu aufruft, sich jeder Handlung zu enthalten, die den etablierten politischen Status der Stadt Al-Quds verändern könnte, umso mehr, als die Heilige Stadt im Mittelpunkt der Fragen des endgültigen Statuts steht. Wir sind auch der Ansicht, dass dieser Akt gegen das Völkerrecht und die damit verbundenen Resolutionen des Sicherheitsrates verstößt, die sich auf der Nichtänderung des rechtlichen und historischen Status der Heiligen Stadt beziehen.

In unserer Eigenschaft als Vorsitzender des Al-Quds – Komitees haben wir unsere Kontakte zu den Machthabern und Führern der Weltmächte genutzt, die bei der Unterstützung der gerechten palästinensischen Sache aktiv sind, und dabei keine Mühen gescheut, um den krassen Widerspruch dieses Aktes zu den verschiedenen Resolutionen im internationalen Recht zu unterstreichen, die stets die Erhaltung des rechtlichen Status der Heiligen Stadt und ihrer Rolle, als Modell des einvernehmlichen Zusammenlebens zwischen den Anhängern der drei himmlischen Religionen, gefordert haben.

In diesem Zusammenhang möchten wir unsere feste Entschlossenheit versichern, weiterhin mit der Regierung der Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um eine ausgewogene Ausgangslage einzunehmen, von der man aus ein Klima des Vertrauens wiederherstellen und den Friedensprozess zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite wieder in Gang bringen kann.

Wir werden auch keine Mühen scheuen, um die internationale Gemeinschaft und ihre treibenden Kräfte zu mobilisieren, damit die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes auf die Errichtung ihres unabhängigen Staates, mit Al-Quds Ost (Ost-Jerusalem) als Hauptstadt und auf der Grundlage von Resolutionen, innerhalb des internationalen Rechts, und im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung, die in der Lage ist, die Schaffung eines gerechten, dauerhaften und umfassenden Friedens in der Nahostregion herbeizuführen, im Sinne von Frieden, Stabilität und Koexistenz für alle Völker der Region, gewährleistet bleiben.

In diesem Zusammenhang bekräftigen wir unsere Unterstützung und versichern euch der tiefen und beständige Solidarität des Königreichs Marokko, sowohl für Eure Exzellenz als auch dem brüderlichen palästinensischen Volkes gegenüber, für die Verteidigung seiner gerechten Sache, insbesondere im Hinblick auf die Stadt Al-Quds, dem Ort der himmlischen Reise des Propheten Sidna Mohammed, möge das Gebet und die Erlösung mit ihm sein, sowie für die Wiege Christi, möge Friede mit ihm sein.

Wir bitten den Allmächtigen, euch gesund und unbeirrt zu belassen und euch zu helfen sowie zu unterstützen, damit ihr die unerschütterliche und kämpferische Führung eures brüderlichen Volkes fortsetzen könnt, um ihr legitimes Streben nach einem freien und anständigen Leben in Einheit, Freiheit und Unabhängigkeit zu verwirklichen.

Bitte akzeptieren Sie, Exzellenz und lieber Bruder, den Ausdruck meiner Wertschätzung und Hochachtung.“

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