Marokko – Königreich und USA stimmen sich in Sicherheitsfragen ab.

Marokko und USA im Kampf gegen international finanzierte Terrorzellen und Drogenhändler.

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Sicherheitsdienste
Quelle MAP - US-Botschafter David Fischer und Chef der marokkanischen Sicherheitsdienste Abdellatif Hammouchi in Rabat

Chef der Sicherheitsdienste trifft USA – Botschafter in Rabat.

Rabat – Der marokkanische Generaldirektor für nationale Sicherheit und territoriale Überwachung, Abdellatif Hammouchi, traf am 24. September im Rahmen der bilateralen Kooperationsbeziehungen in den verschiedenen Sicherheitsbereichen mit US-Botschafter David Fischer zusammen. An dem Treffen, am Sitz der DGST in Rabat, nahmen Beamte der zentralen Dienste der DGST und Vertreter der US-Botschaft teil.

Abstimmungen im Kampf gegen Terrormilizen und dem organisierten Verbrechen

In einer offiziellen Pressemeldung des DGST heißt es, dass beide Seiten „verschiedene Sicherheitsfragen von gemeinsamem Interesse“ erörtert haben, darunter Kooperations- und Koordinierungsmechanismen zur Bekämpfung der Risiken terroristischer Gefahr, gewalttätigen Extremismus, organisierter Kriminalität und der wachsenden Netzwerke in Nordafrika sowie der Sahelzone. Sie erörterten auch Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Zusammenarbeit, die zu einem „Modell im Bereich der Terrorismusbekämpfung geworden ist“, so die Erklärung.

Geheimdienste wollen enger kooperieren.

Beide Seiten, so das DGST weiter, berieten auch über Mechanismen zur Entwicklung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen des Inlandgeheimdienstes (DGSN), des Auslandsgeheimdienstes (DGST) und den US-Sicherheitsbehörden bei der Bekämpfung der Risiken und Gefahren im Zusammenhang mit der transnationalen organisierten Kriminalität sowie den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen.

Marokko und USA im Kampf gegen international finanzierte Terrorzellen und Drogenhändler.

Die Sicherheitsbehörden beider Seiten registrieren seit Jahren eine engere Verflechtung von Terrorzellen und dem organsierten Drogenhandel. Die marokkanischen Geheimdienste genießen international ein hohes Ansehen und sind sehr erfolgreich bei der Identifikation von Terrorzellen. Die USA kooperieren daher eng mit Marokko, dass als Land zu den engsten Partnern der USA im arabisch sprachigen Raum gehören. Als weitere gemeinsame Gefahr identifizieren beide Länder den internationalen Drogenhandel, der auch in Teilen zur Terrorfinanzierung eingesetzt wird. Für den europäischen Absatzmarkt schmuggeln südamerikanische Drogenorganisationen und Kartelle vor allem Kokain über Nordafrika, und dabei über die Häfen von Casablanca und Tanger Med. Durch die zunehmende Destabilisierung und Schwächung der staatlichen Organe in der Sahelzone durch Terrormilizen vereinfacht sich der Drogenschmuggel.

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