Marokko – Kushner vor zweitem Besuch im Königreich.

Politischer Teil des Friedensplans noch nicht präsentiert.

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König
Quelle MAP - König Mohammed VI. und Jarad Kushner in Salé

US – Sonderberater bereitet den politischen Teil des Friedensplans für den Nahen-Osten vor.

Washington – Jarad Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump und Chefberater des „Weißen Hauses“ für den Nahen-Osten reist nach Israel und in Ländern der islamischen Welt. Wie die Washington Post berichtet, sollen nun die persönlichen Beratungen, auf Basis des in Bahrain präsentierten wirtschaftlichen Teils des Friedensplans zwischen den Palästinensern und Israel, beginnen. Nach amerikanischen Medien stehen die Länder Saudi-Arabien, Jordanien, Israel, Ägypten und Marokko auf seinem Reiseplan. Wenn Jarad Kushner tatsächlich Marokko besuchen sollte, wäre dies der zweite Besuch in diesem Jahr. Bereits im Ramadan besuchte der Schwiegersohn von Donald Trump die marokkanische Hauptstadt Rabat. Der Besuch fand damals nur wenige Wochen vor der Bahrain „Friedenskonferenz“ statt. Kushner soll am morgigen Freitag in Marokko eintreffen.

Politischer Teil des Friedensplans noch nicht präsentiert.

Nach dem letzten Besuch von Jarad Kushner in Marokko präsentierte dieser anschließend den wirtschaftlichen Teil des Friedensplans für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Dieser sieht finanzielle Zuwendungen und Entwicklungsprogramme vor, die den Palästinensern dabei helfen sollen, eine funktionierende Wirtschaft zu entwickeln. Die arabischen und islamischen Länder in der Region sollen dabei einen Großteil der Finanzierung übernehmen. Welche politische Gegenleistung die Palästinenser und ihre Unterstützter dafür zahlen müssen, ist noch nicht bekannt. Die laufende Nahost-Reise von Kushner könnte nun der Präsentation genau dieses Teils dienen. Es wird erwartet, dass die Palästinenser keine Garantie für einen eigenen Staat bekommen, aber dennoch auf die von Israel bereits besetzen Gebiete sowie auf eine Hauptstadt Jerusalem verzichten sollen. Dieser Verzicht wird finanziell abgegolten.

Marokko – US – Sonderberater Kushner in Marokko erwartet.

Marokkos Haltung ist Ablehnend

Beim letzten Besuch von Kushner in Marokko dementierte die marokkanische Regierung anschließend, dass in Rabat über den Friedensplan gesprochen wurde und man Details kenne. Langezeit äußerte man sich im marokkanischen Außenministerium nicht dazu, ob man als Königreich, dass den Vorsitz im als Quds-Komitee hat, einen Vertreter zur Bahrain Konferenz entsenden wird oder dem Aufruf der Palästinenser zum Boykott nachkommen wurde. Letztendlich hat man sich in Rabat dazu entschlossen einen Beamten aus dem Finanzminister zu entsenden und gab diese Entscheidung erst wenige Stunden vor Sitzungsbeginn bekannt. Das Weiße Haus in Washington informierte bereits Tage zuvor darüber, dass auch Marokko vertreten sein wird. Im Anschluss an die zweitägige Konferenz formulierte Marokko seine Ablehnung. Eine Lösung sei nur denkbar, wenn es zu einer Zwei-Staaten-Lösung kommt mit Jerusalem als Hauptstadt eines freien Palästinas, so Rabat.

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