Marokko – Militär baut Sandmauer im Osten aus (Grenzanlagen).

Sandmauer mit modernen Sicherungsanlagen aus Frankreich verstärkt.

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Westsahara
Marokkanischer Schutzwall an der Pufferzone in der Westsahara

Militärische Verteidigungsanlagen zu Algerien um 50 km erweitert.

Rabat – Das marokkanische Militär FAR hat nach Medienberichten die Grenzschutzanlagen und die bekannte Sandmauer an der Ostgrenze erweitert. Dabei handelt es sich, um den Abschnitt der Verteidigungsmauer in Touizgui, Provinz Assa-Zag, der um ca. 50 Kilometer verlängert worden sein soll.
Laut Satellitenbildern, die vom inoffiziellen YouTube-Kanal der FAR verbreitet worden sind, ist die neue Mauer nur noch ca. drei Kilometer von den algerischen Verteidigungsanlagen entfernt. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Telquel erläutert Abdelhamid Harifi, einer auf den Verteidigungssektor spezialisierten Forscher, dass der Bau dieser Mauer dem Bedürfnis Marokkos entspricht, das Gebiet zu sichern, das der Infiltration durch Drogenschmuggler und illegaler Einwanderung ausgesetzt ist und manchmal auch von der algerischen Armee oder Gendarmerie durchquert wird.

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Sandmauer mit modernen Sicherungsanlagen aus Frankreich verstärkt.

Die neue Mauer schließt sich an die Sandmauer an, die sich von Guerguerat im Südwesten (Atlantikküste), über die Ouarkziz-Massive bis zur marokkanisch-algerischen Grenze im Osten erstreckt. Die gesamte sog. Mauer hat eine Länge von ca. 2.700 km. „In den letzten Jahren hat Marokko seine Grenzen östlich von Saidia, bis nach Figuig, gesichert. Es wurde eine immense Investition getätigt, um Stacheldraht und Schützengräben entlang der Grenzen zu bauen, die mit einem hochmodernen Überwachungssystem ausgestattet sind“, erklärt Abdelhamid Harifi. Nach Angaben des Experten wurde das System während des Besuches des damaligen französischen Präsidenten Sarkozys in Marokko im Jahr 2007 von der französischen Firma Thalès erworben.

Streitkräfte sicheren vermeintliches Angriffsziel der Polisario.

Seit der militärischen Intervention der marokkanischen Streitkräfte am 13. November 2020 in der südlichen Pufferzone, um eine für den Warenverkehr wichtige Straße zu Mauretanien nahe Guerguerat von einer Blockade durch im Exil lebende Sahaouis, begleitet von Polisario – Einheiten, freizuräumen, gilt der über fast drei Jahrzehnte geltende Waffenstillstand als aufgehoben. Die Polisario verkündete eine Rückkehr zum bewaffneten Kampf, um Marokko aus der Westsahara zu vertreiben. Seit dem berichtet die Polisario praktisch täglich von mutmaßlichen Angriffen auf die Grenzbefestigungen Marokkos. Obwohl die Provinz Assa-Zag nicht von der Polisario beansprucht wird, behaupten die von Marokko als Separatisten eingestufte Kämpfer, das Gebiet anzugreifen. Am 24. Januar 2021 meldete ein Kommuniqué der Polisario, Operationen in der Region Ouarkziz, insbesondere in den Gebieten von Labaaj, Tarf Buhanda und Touizgui.

Angriffe durch Polisario im algerischen Grenzgebiet unwahrscheinlich.

Bisher gab es für die mutmaßlichen Angriffe der Polisario keine Bestätigung. Lediglich die offizielle Nachrichtenagentur der sog. „Demokratisch Arabischen Republik Sahara“, deren bewaffneter Arm die Polisario ist, sowie die algerische – staatliche Nachrichtenagentur APS berichten darüber. Aus Sicht von Abdelhamid Harifi sind das Falschnachrichten, da eine Militäroperation in dieser Region als „Kriegserklärung von Seiten Algeriens“ angesehen würde. „Damit die Polisario diese Region erreichen kann, muss sie notwendigerweise die algerischen Verteidigungslinien überqueren, und wenn die Polisario es schafft, sie zu überqueren, kann das nur mit dem Segen Algeriens geschehen“, erklärte der Experte gegenüber Telquel weiter.

Trotz allem hat Marokko nun die „Mauer“, um weiter 50 km erweitert.

Marokko – Polisario meldet Angriffe auf marokkanische Stellungen

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