Marokko – Premierminister hebt beim Weltwirtschaftsforum Aufbau des Sozialstaats hervor.

Mehr Investitionen ins Gesundheitssystem und in die Bildung

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Premierminister
Marokkanischer Premierminister Aziz Akhennouch

Regierungschef Aziz Akhannouch wirbt für das marokkanische Entwicklungsmodell in Davos und hebt vor allem die neuen Sozialsysteme hervor.

Davos – Aziz Akhannouch, der marokkanische Regierungschef nahm am gestrigen Mittwoch (18. Januar 2023) am Weltwirtschaftsforum in der Schweiz teil und sprach in Davos über die aktuellen Entwicklungen in dem nordafrikanischen Königreich.

Am Weltwirtschaftsforum in Davon nimmt eine hochrangige Delegation Marokkos, unter Führung des Premierministers, teil, das vom 16. bis 20. Januar in Davos in der Schweiz stattfindet.

Die Delegation besteht aus dem Minister für Industrie und Handel, Ryad Mezzour, der Ministerin für Energiewende und nachhaltige Entwicklung, Leila Benali, dem stellvertretenden Minister für Investitionen, Konvergenz und Bewertung der öffentlichen Politik, Mohcine Jazouli, und dem Generaldirektor der marokkanischen Agentur für die Entwicklung von Exporten (Agence marocaine de développement des Investition und Exporte (AMDIE)), Ali Seddiki.

Der marokkanische Regierungschef, der zugleich Bürgermeister von Agadir und der reichste Geschäftsmann Marokkos ist, betonte am Mittwoch im schweizerischen Davos, dass Marokko in eine neue Phase seiner Entwicklung eingetreten wäre, die durch den Aufbau eines Sozialstaates gekennzeichnet sei.

Binnen eines Jahres habe die Regierung die königliche Agenda erfüllt, indem sie den Rechtsrahmen für die gesetzliche Krankenversicherung (AMO) geschaffen und die Rechte für zwei Drittel der Bevölkerung, die bisher nicht davon profitiert hätten, eingeführt habe, sagte Aziz Akhannouch, der im Rahmen des Davoser Forums sprach. „Dieses Jahr will die Regierung noch weiter gehen und auch das Kindergeld generell einführen, dank eines effizienten zielgerichteten Systems der Sozialhilfe“, fuhr er fort.

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„Der Gegenwart eine Zukunft geben“

In der von Klaus Schwab, dem Präsidenten und Gründer des Davoser Weltwirtschaftsforums, anschließend moderierten Podiumsdiskussion sagte Premierminister Akhannouch außerdem, dass die Exekutive den zahlreichen Krisen des Jahres 2022 „mit Entschlossenheit“ begegnet sei. Darunter vor allem die Energiekrise mit dem Rekordanstieg der Weltmarktpreise, Klimakrise mit der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren und Währungskrise mit der Rückkehr der Inflation. Die Regierung habe die Versorgung sichergestellt, die Inflation eingedämmt und die aus 2020 geerbten Defizite weiter abgebaut, betonte der marokkanische Premierminister.

Im Jahr 2023, so der Regierungschef, sei ein Drittel des Staatshaushalts für Gesundheit und Bildung vorgesehen, wobei 7 Milliarden US-Dollar für die Bildung aufgewendet würden, mit dem Ziel, das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Bildungssystem wieder aufzubauen und die Kernkompetenzen aller Schulkinder zu stärken. Akhannouch betonte die Notwendigkeit, „der Gegenwart die Zukunft zu geben“, indem der marokkanischen Jugend mehr Möglichkeiten geboten werden, in den formellen Arbeitsmarkt einzutreten und ihre kreative Energie freizusetzen. Er wies darauf hin, dass das Königreich eine stärkere Verbindung zwischen Wirtschaft und Sozialem anstrebe und gleichzeitig den roten Faden des ökologischen Wandels festigen wolle.

Weitere Themen seiner Rede waren die wirtschaftliche Entwicklung und die Anstrengungen beim Aufbau einer klimafreundlichen Energieversorgung.

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