Marokko – Premierminister Sanchéz und König Mohammed VI. gehen schwierige Themen an.

Aufbau neuer bilateraler Beziehungen zwischen Marokko und Spanien

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König
Quelle spanischer Regierungschef vai Twitter - König Mohammed VI Premierminister Sanchéz - Außenminister Bourita - Außenminister Albares - Berater Ali El Himma

König und Premierminister erörtern Fragen zur unregulierten und regulierten Migration, Grenzöffnungen und Schmuggel an den Grenzen zu Ceuta und Melilla.

Rabat – Der spanische Premierminister Pedro Sanchez besuchte am Donnerstag, den 7. April 2022, Marokko, um die bilateralen Beziehungen wieder aufzunehmen, die seit einem Jahr praktisch ausgesetzt waren. Der Neustart der Beziehungen wurde möglich, nachdem Spanien seine Position in der Westsahara – Frage zu Gunsten Marokkos anpasste. Madrid hat seine Tradition der „Neutralität“ aufgegeben und betrachtet die marokkanische Initiative einer Autonomie für die Westsahara / marokkanische Sahara unter marokkanischer Souveränität nun als die „ernsthafteste, realistischste und glaubwürdigste Grundlage“ für die Lösung des Konflikts.

Bei den Gesprächen im offiziellen Regierungspalast von Rabat waren neben König Mohammed VI. und Premierminister Pedro Sanchéz auch der spanische Außenminister Jose Manuel Albares, der marokkanische Außenminister Nasser Bourita und der Berater des Königs Fouad Ali El Himma anwesend. Auch die marokkanische Botschafterin in Spanien, Frau Karima Benyaich und ihr spanischer Amtskollege Herr Ricardo Diez-Hochleitner nahmen an den Gesprächen teil.

Als Zeichen für die Bedeutung des Besuchs wurde Premierminister Sanchéz von König Mohammed VI. zu offiziellen Gesprächen und einem anschließenden „Iftar“ (Fastenbrechen) empfangen, das laut dem königlichen Kabinett „zu Ehren des illustren Gastes des Souveräns“ gegeben wird. Pedro Sanchéz wird von seinem Außenminister José Manuel Albares begleitet, dessen Besuch ursprünglich für letzten Freitag geplant war, dann aber umdisponiert wurde, damit er mit dem Besuch von Sanchez zusammenfällt.

Ziel des zweitägigen Besuchs ist es, „einen ehrgeizigen Fahrplan umzusetzen“, der alle Bereiche einer „strategischen Partnerschaft“ abdeckt, wie König Mohammed VI. forderte. Zu den „Themen von gemeinsamem Interesse“ gehören die legale und illegale Einwanderung, die Wiedereröffnung der Grenzen und der Seeverbindungen sowie der Schmuggel um Ceuta und Melilla.

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