Marokko – Spekulationen über die Einführung einer Vermögenssteuer.

Regierung könnte Einführung der Vermögenssteuer unterstützen.

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Kurz vor Beginn der Haushaltsberatungen 2023 wird über die Einführung der Vermögenssteuer diskutiert.

Rabat – Nach marokkanischen Medienberichten, unter anderem der Tageszeitung Al Ahdath Al Maghribia, könnte eine über viele Jahre immer wieder kontrovers diskutierte Steuer auf der Tagesordnung der anstehenden Haushaltsberatungen landen. Die Regierung und die Abgeordneten der beiden Kammern im Parlament werden in wenigen Tagen mit den Beratungen zum sog. Finanzgesetz PLF 2023 beginnen und eine mögliche Einführung einer Vermögenssteuer könnte die Gemüter erhitzen. Doch die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass es zu einer Einführung kommt.

Regierung könnte Einführung der Vermögenssteuer unterstützen.

Der Vorschlag komme diesmal nicht wie in den letzten Jahren von der Opposition, sondern von der Regierung, die offenbar nach zusätzlichen Finanzmitteln sucht, mit denen sich die Finanzierungs– und Haushaltslücken schließen lassen.

Die Vermögenssteuer war bereits vor etwa acht Jahren von der Föderation der Demokratischen Linken aufgeworfen worden, die diese Frage zum ersten Mal in der Ratskammer gestellt hatte.

Ebenso hatte die Fraktion der Demokratischen Vereinigung der Arbeiterschaft einen Änderungsantrag zum Artikel über die Arten von Einkommen und Gewinnen im Haushaltsgesetzentwurf für das Jahr 2012 eingereicht, in dem sie ihrerseits eine Vermögenssteuer vorschlug.

In welcher Form und Höhe eine Vermögenssteuer eingeführt werden könnte, muss abgewartet werden. Noch muss ein solcher Vorschlag durch den Ministerrat unter Führung von König Mohammed VI. Dieser Rat hat in dieser Woche noch nicht beraten, was eigentlich üblich ist, unmittelbar vor der Parlamentseröffnung, die am morgigen Freitag (14. Oktober 2022) stattfinden soll.

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