Marokko – Telefonat zw. König Mohammed VI. und König Felipe VI.

Berichterstattung um mutmaßlich zurückgehaltene Medikamentenlieferungen löste Irritationen aus.

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Enge politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Marokko und Spanien. König Mohammed VI. (re.) und König Felipe VI. (li)

Pandemie und bilaterale Beziehungen sollen besprochen worden sein.

Madrid/Rabat – Das spanische Königshaus gab am Freitag bekannt, dass König Felipe VI. und König Mohammed VI. ein Telefongespräch geführt haben. Im Fokus des Telefonats stand die andauernde Coronavirus – Pandemie, von der Spanien sehr stark betroffen ist.

In dem Telefonat soll es, um die internationale Solidarität, zur Bekämpfung der Pandemie gegangen sein, so das spanische Königshaus in einem Tweet.

Zuletzt telefonierten die Staatsoberhäupter der beiden Nachbarländer am 12. März 2020 miteinander. Dabei stimmten sich die beiden Könige darüber ab, wie die Grenzschließungen zwischen den beiden Staaten vollzogen werden kann, die dann wenige Tage später auch erfolgte. Sowohl Marokko als auch Spanien schlossen ihre jeweiligen Landesgrenzen zueinander, in Kenntnis darüber, dass medizinische und keine politischen Gründe vorliegen.

Ob in diesem Telefonat ebenfalls gemeinsame Maßnahmen abgestimmt wurden, blieb unerwähnt.

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Spanisches Königshaus bestätigt Telefonat zwischen König Felipe VI. und König Mohammed VI. von Marokko

Berichterstattung um mutmaßlich zurückgehaltene Medikamentenlieferungen löste Irritationen aus.

Nur wenige Tage zuvor erregte eine Meldung der spanischen Tageszeitung El Mundo die politischen Gemüter in Marokko. Die Tageszeitung meldete, dass spanische Behörden eine für Marokko vorgesehene Medikamentenlieferung gestoppt hätten. Grund sei, dass Spanien die Medikamente ggf. im Rahmen der Bekämpfung von COVID-19 benötigen könnte. Bei den Medikamenten soll es sich, um Antibiotika und Schmerzmitteln (Paracetamol) gehandelt haben. Inzwischen hat die spanische Botschaft in Rabat reagiert und dementiert, dass die Lieferung gestoppt wurde. Auch das marokkanische Gesundheitsministerium widersprach der spanischen und von marokkanischen Medien aufgegriffenen Berichterstattung.

Marokko – Spanien hat keine Medikamente zurückgehalten.

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