Marokko – Westsahara Gespräche gehen in die 2. Runde.

Alle Beteiligten sind in den Prozess eingebunden.

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Sonderbeauftragter
UNO - Sonderbeauftragter für die Westsahara Dr. Horst Köhler

UNO – Sondergesandter informierte den Sicherheitsrat über die nächsten Schritte.

New York – Am Dienstagabend informierte der UNO – Sonderbeauftragte den Sicherheitsrat über die aktuelle Verhandlungssituation zum Westsahara – Konflikt. Während der Sitzung des UNO – Sicherheitsrates erläuterte Dr. Horst Köhler, dass er noch im März die zweite Runde des „Westsahara – Runden Tisch“ einleiten möchte. Zu diesem Zweck werde er sich nochmals persönlich mit allen Beteiligten in Verbindung setzen, um einen Termin abzustimmen. Es wird erwartet, dass der UNO – Sondergesandte für die Westsahara noch im Februar in die Region reisen wird. Dr. Köhler bestätigte der marokkanischen – staatlichen Nachrichtenagentur „Maghreb Arab Press (MAP)“, dass ein „Runder Tisch“ zwischen Marokko, Algerien, Mauretanien und der Polisario geplant ist. „Wir bereiten uns auf die nächste Runde vor und erwarten ein gutes Treffen im März.“

UNO – Sicherheitsrat stellt sich hinter Köhler.

Nach der Sitzung des Sicherheitsrates erhielt Dr. Köhler deutliche Unterstützung. Unter anderem würdigten der französische und der deutsche UNO – Botschafter die Bemühungen des Sondergesandten und sprachen ihm ihr Vertrauen aus. Nach ihrer Ansicht habe Dr. Köhler eine Strategie und es gebe eine Chance den Konflikt zu lösen.

Alle Beteiligten sind in den Prozess eingebunden.

Der erste „Westsahara – Runder Tisch“ fand am 5. und 6. Dezember 2018 in Genf statt. Es war dem UNO – Sondergesandten gelungen, alle direkt betroffenen und beteiligten Parteien an einen Tisch zu bringen. Erstmalig seit über einem Jahrzehnt trafen so hochrangige Vertreter Marokkos und der Polisario auf diplomatischer Ebene direkt aufeinander. Aus Sicht Marokkos ist es ein Erfolg, dass auch Algerien an dem ersten Treffen teilgenommen hat. Für Marokko ist es wichtig, dass Algerien eingebunden wird, da für eine Lösung des Konfliktes die „Mitverantwortung“ Algiers berücksichtigt werden müsse. Algerien sieht sich lediglich als „unbeteiligten Beobachter“ und Gastgeber der Flüchtlinge aus der Westsahara. Ebenfalls mit am Tisch sitzt Mauretanien, das gerade an der Südgrenze der Westsahara militärische Einheiten der Polisario agieren lässt.

Maghreb – Westsahara UNO – Runder Tisch beginnt in Genf.

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