Tunesien – 100 Mio. Euro aus Deutschland für KMUs und Rückkehr zur Demokratie

Deutschland gibt tunesischem Präsidenten einen Vertrauensbonus

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Botschafter
Quelle Deutsche Botschaft in Tunesien - Treffen zwischen tunesischer Finanzministerin Sihem Boughdiri Nemsia und deutschen Botschafter Peter Prügel

Deutscher Botschafter in Tunis kündigt baldige Auszahlung eines Kredites an Tunesien an.

Tunis – Deutschland hat angekündigt einen in 2020 vereinbarten Kredit von 100 Mio. Euro in Kürze an Tunesien auszuzahlen. Dies bekräftigte der deutsche Botschafter in Tunis, Herr Peter Prügel, bei einem Treffen mit der tunesischen Finanzministerin Sihem Boughdiri Nemsia am vergangenen Freitag (21. Januar 2022).

Der Kredit wird durch die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW gewährt und wurde in 2020 vertraglich vereinbart. Das Geld sei Zweckgebunden und soll die Reformen Tunesiens im Banken- und Finanzsektor „honorieren“, wie diese im Rahmen der deutsch-tunesischen Reformpartnerschaft vereinbarten wurden, so eine Erklärung der deutschen Botschaft auf ihrem offiziellen Facebook – Kanal. Für Deutschland sind diese Reformen ein wichtiger Teil der wirtschaftlichen Entwicklung und sollen den Zugang von Kleinen und Mittelständigen Unternehmen KMUs zum Finanzsektor verbessern. Dies sei für ein Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Beschäftigung wichtig. Die deutsche Botschaft in Tunis betont in ihrer Erklärung, dass die aktuelle Auszahlung ein Ausdruck dafür sei, „dass Deutschland gerade in schwierigen Zeiten an der Seite Tunesiens steht.“

Deutschland gibt tunesischem Präsidenten einen Vertrauensbonus

Bei seinem Treffen mit der tunesischen Finanzministerin Sihem Boughdiri Nemsia betonte der deutsche Botschafter außerdem, dass die Entscheidung zur Auszahlung des Kredites im Vertrauen darauf geschehe, dass der tunesische Staatspräsident Saied den Fahrplanung und den Weg zur Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung wie angekündigt einhält. Er machte ebenfalls klar, dass Deutschland hinter der Erklärung der EU vom 16. Dezember 2021 und der Mahnung zur Achtung von Grund- und Menschenrechten stehe sowie die Lage in Tunesien genau beobachte. Er versicherte aber auch, dass Deutschland weiterhin bereitstehe, die „Konsolidierung der tunesischen Demokratie weiter zu unterstützen“.

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