Tunesien – Chef der Ennahda zum Parlamentspräsidenten gewählt.

Islam-Konservative Partei stellt Parlamentspräsident.

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Ennahda
Quelle Facebook - Chef der Ennahda Partei Tunesiens - Rached Ghannouchi

Rached Ghannouchi, Chef der Islam-Konservativen Ennahda, gewinnt die Abstimmung mit 123 stimmen.

Tunis – Für die islam-konservativen Ennahda Partei in Tunesien ist dies heute ein weiterer Erfolg für die Stärkung ihrer Position in der tunesischen Politik. Rached Ghannouchi, der Vorsitzende der Ennahdha Fraktion im tunesischen Parlament und Chef der Partei, wurde am heutigen Mittwoch, dem 13. November 2019, mit 123 von 217 Stimmen, zum Parlamentspräsidenten gewählt. Dies meldet die tunesische Nachrichtenagentur TAP. Das Amt des Parlamentspräsidenten ist eine Schlüsselinstitution der jungen tunesischen Demokratie. Rached Ghannouchi wurde Präsident der Versammlung „nach einer Vereinbarung mit der liberalen Qalb Tounes Partei, des umstrittenen Medienunternehmers und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Nabil Karoui“, fügte die Nachrichtenagentur AFP hinzu. Rached Ghannouchi wurde bei der letzten Parlamentswahl als Abgeordneter für den Wahlkreis Tunis 1 ins Abgeordnetenhaus gewählt. Sein Name war zuvor sogar als möglicher neuer Regierungschef ins Gespräch gebracht worden, da die Ennahda als stärkste Partei aus den Parlamentswahlen hervorgegangen war. Er folgt auf Mohamed Ennaceur, der 2014 gewählt wurde, bevor er seinen Platz an Abdelfattah Mourou (Ennahda) als Interimspräsident der Versammlung der Volksvertreter abgab, um selbst Übergangspräsident Tunesiens zu werden.

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