Tunesien – USA und Deutschland finanzieren Grenzsicherung zu Libyen.

Massiver Ausbau der Grenzanlagen durch Tunesien.

Grenzsicherung
Tunesien baut Grenzsicherung zu Libyen aus.

Deutschland und USA liefern Geräte und finanzieren in Teilen die Grenzsicherung.

Tunis – Das nordafrikanische Land Tunesien bekommt von Deutschland und den USA Unterstützung für die Grenzsicherung zum Nachbarland Libyen. Alleine von den USA kommen ca. 20 Millionen US-Dollar. Ziel ist es die Grenzüberwachung, zum Schutz gegen illegale Einwanderung, Drogenschmuggel und Terrorismus, zu verbessern. Die Grenze zum tunesischen Nachbarland Libyen hat sich zu einem unsicheren Einfallstor für verschiedene Gruppen entwickelt, die die politisch instabile Situation in Libyen nutzen.

Um den Kampf des nordafrikanischen Landes gegen die vorhandene Risikolage zu stärken, stellen die USA Finanzmittel zur Verfügung. Das US-Pentagon informierte den Kongress in einem Schreiben im Januar 2018 über diese Initiative und bezog sich dabei auf einen mit Deutschland im September 2017 eingerichteten Fonds zur Sicherung der tunesischen Grenze. Dies berichtet die Afrique Tribune.

Deutschland liefert Geräte im Wert von 34 Millionen Euro.

Die Finanzmittel für die tunesische Armee werden ergänzt um Materiallieferungen aus Deutschland. Die Bundesrepublik Deutschland stellt technische Überwachungsgeräte im Wert von 34 Millionen Euro zur Verfügung. Die Geräte sollen an der Grenze zu Libyen aufgestellt werden und die sich im Bau befindlichen Grenzanlagen effizienter machen.

Massiver Ausbau der Grenzanlagen durch Tunesien.

Wie die Afrique Tribune weiter berichtet, errichtet Tunesien neue Grenzanlagen, entlang des Grenzverlaufs zum Nachbarland. Dazu unterstützte die USA die tunesische Regierung bereits vor zwei Jahren mit 24,9 Millionen US-Dollar. Nach Angaben des tunesischen Verteidigungsministers Abdelkarim Zebidi, der vor der Presse in der Militärkaserne von Ben Guerdane sprach, soll die erste Installationsphase, des permanenten elektronischen Systems, Mitte des Jahres 2018 abgeschlossen sein. Überwacht werden dann ca. 180 km von Ben Guerdane bis Dhehiba. Der zweite Teil, ca. 210 km lang, wird sich von Dhehiba bis Borj El Khadhra erstrecken. Hier plant man eine Fertigstellung der Arbeiten für Ende 2019 bzw. Anfang 2020.

Signifikanter Anteil des tunesischen Militärhaushalts kommt aus dem Ausland.

Allein im vergangenen Jahr hat Tunesien bereits von mehr als 20 Millionen US-Dollar Militärhilfe durch die USA profitiert. Geliefert wurden kugelsichere Westen, Hubschrauber, Nachtsichtgeräte und Kleinwaffen. Die Hilfen aus den USA erreichten 2016, nach Angaben von Afrique Tribune, ca. 10 % des gesamten tunesischen Militärbudgets.

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