Festnahme eines Terrorverdächtigen in Tanger

Mögliche Anschlagsplanungen in Marokko durch die Behörden vereitelt

Terrorverdächtiger in marokkanischer Hafenstadt verhaftet. Potentieller Aufbau einer Terrorzelle und mögliche Anschläge damit verhindert.

Das marokkanische Innenministerium hat am 13. Mai. 2016, nach eigenen Angaben, durch die Festnahme eines mutmaßlichen Terroristen in Tanger, zahlreiche Anschläge vereitelt. Der festgenommene Verdächtige soll Anschläge auf diplomatische Vertretungen und Touristenziele geplant haben. Der Terrorverdächtige soll Anfang Mai aus dem Tschad über Casablanca nach Marokko eingereist und dem sog. Islamischen Staat zuzurechnen sein. Er soll die Absicht gehabt haben in Marokko eine Untergrundzelle aufzubauen, die dann gezielte Anschläge verüben sollte.

Die Terrorgefahr in Marokko generell als erheblich bis hoch. Dies liegt daran, dass es bereits Anschläge in Casablanca gegeben hat. Aber auch zahlreiche Marokkaner sind in den Kampf im Nahen Osten gezogen und besitzen nach ihrer Rückkehr Kampferfahrung sowie radikales Potential. Dies ist aber nur die eine Seite des Terrorpotentials. Auch im Land selbst schaffen wirtschaftlichen sowie sozialen Ungleichgewichte in der Bevölkerung Spannungen, die es radikalen Kräften einfach machen Anhänger zu gewinnen. Aus diesen Anhängern können dann auch gewaltbereite Personenkreise entstehen.

So wichtig es ist, mit Hilfe gut ausgebildeten Sicherheitskräften gegen die Terrorgefahr vorzugehen und Anschläge vorzubeugen, so wichtig ist es auch die Ursachen zu bekämpfen.