Marokko – App Finemchi empfiehlt besonders „frauenfreundliche“ Orte.

Franco-Marokkanerin entwickelt Finemchi.

Finemchi
App zeigt frauenfreundliche Orte.

Neue App soll das Auffinden von angenehmen Aufenthaltsorten für Frauen einfacher machen.

Rabat – Überall auf der Welt gibt es Orte, an denen sich Frauen wohler fühlen als an anderen Orten. Sie wählen nach vielen Kriterien Bars, Cafés, Geschäfte, Hotels oder Restaurant aus. Nicht selten ist eines der Kriterien die Präsenz des männlichen Geschlechts an diesen Orten. Viele Frauen möchten gerne Orte aufsuchen, an denen sie mehr unter sich sind oder an denen auf ihre Bedürfnisse besonders eingegangen wird. Damit Frauen diese Orte in Marokko einfacher finden können, gibt es jetzt eine App mit dem Namen Finemchi.

Franco-Marokkanerin entwickelt Finemchi.

Die neue App stellt eine Art Community da, in der Orte verzeichnet und bewertet sind, die für Frauen interessant sein könnten. Unter dem Namen Finemchi (Wohin kann ich gehen) ermöglicht eine neue App Bars, Cafés, Restaurant, Freizeiteinrichtungen und andere Orte zu finden, in denen sich Frauen wohler fühlen können. Darüber hinaus sind aber auch Notfall – Informationen und wichtige Telefonnummern hinterlegt. Das Angebot wurde von Safaa El Jazouli entwickelt. Sie hat sowohl die französische als auch die marokkanische Staatsbürgerschaft. Aus ihren Erfahrungen heraus, sind Frauen in Marokko in der Wahl ihrer Aufenthaltsorte eingeschränkt, wenn sie unerwünschte, meist männliche Reaktionen, vermeiden wollen. Durch die App sollen sich Frauen gezielt an Orte begeben können, wo diese unerwünschten Reaktionen unwahrscheinlicher sind.

App soll sensibilisieren.

Noch ist die Anzahl der Angebote in der App überschaubar. Hauptsächlich finden sich Einträge für die Großstädte Casablanca, Rabat und Tanger, aber das muss ja nicht so bleiben. Dafür können die Nutzerinnen selbst sorgen. Die App soll aber nicht nur einen Service anbieten, sie soll auch die Männerwelt sowie Betreiber von Geschäften, Bars und Restaurants sensibilisieren. Das Nachrichtenangebot ANSAmed zitiert Safaa El Jazouli: „Bars und Cafés sind meist Männersache, manche stehen einer weiblichen Präsenz ablehnend gegenüber und so gehen Frauen am Ende an dieselben Orte, die sie gut kennen. Ziel ist es auch, die Eigentümer zu sensibilisieren, denn wenn Frauen ihre Räumlichkeiten nicht besuchen, bedeutet das, dass es irgendwo ein Problem gibt“, so El Jazouli. Mit Stand heute (05. Februar 2018) wurde die bisher nur für Android erhältliche App über 500-mal, seit Freischaltung am 21. Januar 2018, heruntergeladen.

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