Marokko – Einladung an EU und Großbritannien in die Gaspipeline Marokko – Nigeria zu investieren.

G7 Gipfel in Deutschland berät über Investitionsprogramm in Konkurrenz zu China und Russland

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Staatsbesuch
Präsident Muhammadu Buhari, König Mohammed VI. Mouley Hassan, Mouley Rachid,

Nigerianischer Präsident fordert die EU und Großbritannien auf, sich an der westafrikanischen Gaspipeline bis nach Marokko zu beteiligen.

Abuja – Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari hat das Vereinigte Königreich Großbritannien und die Länder der Europäischen Union dazu aufgerufen, in das Gaspipeline-Projekt Nigeria – Marokko zu investieren.

In einem von Bloomberg am Dienstag, den 21. Juni, veröffentlichten Interview sagte der aus dem Amt scheidende Präsident Buhari, dass Großbritannien und die EU-Länder sich an dem Pipeline-Projekt beteiligen sollten, um nigerianisches Gas, eine der größten Reserven Afrikas, über Marokko nach Europa zu transportieren.

Insbesondere äußerte er die Hoffnung, dass das Pipeline-Projekt nach seiner Fertigstellung dazu beitragen wird, die Gasversorgungskrise in Europa zu bewältigen. Er betonte die Notwendigkeit einer langfristigen Partnerschaft zwischen Nigeria und dem Vereinigten Königreich bzw. der Europäischen Union im Bereich der grünen Energie.

Mega - Pipeline
Quelle: SNRT Karte verlauf Gs -Mega – Pipeline Nigeria – Marokko

Kooperation auch in den Bereichen „grüner Wasserstoff“ angeboten.

„Wir brauchen eine langfristige Partnerschaft und keine Widersprüche bzw. Unstimmigkeiten in der grünen Energiepolitik des Vereinigten Königreichs und der EU“, sagte er.

Der nigerianische Staatschef sagte weiter, dass das Projekt einer Gaspipeline von Nigeria nach Europa, dessen Planung vor vier Jahren begann, nun in Angriff genommen wurde. Er berichtete auch, dass die Nigeria National Petroleum Corporation (NNPC) Anfang Juni in Rekordzeit ein Abkommen mit der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) über den Bau der Pipeline Nigeria-Marokko unterzeichnet hat.

Dieses Megaprojekt, dessen Machbarkeitsstudie im Mai 2017 begann und das mehrere Milliarden Dollar kosten wird, wurde während des offiziellen Besuchs von König Mohammed VI. in Abuja im Dezember 2016 gestartet. Ein entsprechendes Abkommen wurde am 10. Juni 2018 während einer Reise des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari nach Rabat unterzeichnet.

G7 Gipfel in Deutschland berät über Investitionsprogramm in Konkurrenz zu China und Russland

Derzeit tagt der G7 Gipfel in Deutschland nahe Elmau. Am gestrigen Abend verkündeten die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den USA, Japan und Canada, dass man sich bei Infrastrukturvorhaben vor allem in Afrika aber auch in Indien mit einem Gesamtvolumen von über 600 Mrd. US-Dollar engagieren möchte. alleine 200 Mrd. US-Dollar kommen von den USA, die dieses Vorhaben bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen hatten. Dieses Investitionsprogramm ist nicht nur dringend nötig, sondern auch überfällig. Den gerade um den Rohstoffreichen Kontinent Afrika ist ein regelrechter Wettlauf der reichen Länder entstanden, in den die USA und die EU recht spät eintreten. Längst haben sich in erster Linie China aber auch Russland den Zugriff auf Rohstoffe aber auch Absatzmärkte in Afrika gesichert. Auch bei der Nigeria – Marokko – Gaspipeline ist längst Russland als potentieller Investor aufgetreten. Sollte Russland einsteigen, dann wäre Europa umzingelt von Gaspipeline, auf die Russland mehrheitlich Zugriff hat.

Marokko – Russland will Mega-Pipeline – Projekt mit Nigeria finanzieren.

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