Marokko – Innenministerium startet dritte Phase des INDH-Programms

Enge Verzahnung zwischen INDH-Programm und Bildung

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Innenminister
Innenminister Marokkos Abdelouafi Laftit

18 Milliarden MDH sollen in die nationale Entwicklung investiert werden.

Rabat – Erneut in einer umfangreichen Präsentation, stellte ein Ministerium seinen Bericht zu den bisherigen Entwicklungsprojekten der letzten Jahre vor. Gleichzeitig wurde ein Ausblick auf die kommenden Jahre gegeben. In der Präsentation vom 19. September 2018 vor König Mohammed VI., präsentierte Innenminister Abdelouafi Laftit die Ergebnisse zum Nationalen und Sozialen (menschlichen) Entwicklungsprogramm (INDH). Das INDH-Programm, dass die sozialen Ungleichgewichte im Land mindern und für die breite Bevölkerung grundlegende Infrastruktur bereitstellen soll, geht ab dem kommenden Jahr in die dritte Phase.

Mohammed VI.
König Mohammed VI. von Marokko

Marokko investiert ca. 18 Milliarden MDH in Phase 3

Im Rahmen der dritten Ausbaustufe des INDH-Programms, kündigte der Innenminister eine Investition in Höhe von 18 Milliarden marokkanischen Dirham an. Diese Summe soll in der Zeit von 2019 bis 2023 investiert werden. Oberstes Ziel ist es eine „nachhaltige soziale wie gesellschaftliche Entwicklung sicherzustellen.“ Die Investitionen teilen sich auf:

Infrastruktur 4 Milliarden MDH,
4 Milliarden MDH für Menschen in prekären Situationen,
4 Milliarden MDH für Einkommen und wirtschaftliche Integration junger Menschen,
6 Milliarden MDH zur Unterstützung der menschlichen Entwicklung künftiger Generationen.

Im Wesentlichen soll in vier Bereichen investiert werden:

Defizite in der nationalen Infrastruktur sollen verringert werden, insbesondere Gesundheit, ländliche Elektrifizierung, Trinkwasser, Bildung und Straßen.

Unterstützungsprogramme für die soziale und gesellschaftliche (menschliche) Entwicklung der heranwachsenden Generationen. Stärkung des Mutter-Kind-Gesundheitssystems, Verbesserung der Qualität der Säuglingsnahrung.

Wirtschaftliche Integration insbesondere von jungen Menschen zu deren Einkommenssicherung.

Unterstützung von Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen (prekäre Lebenssituation), zugunsten der Armen, Obdachloser, Menschen ohne Ressourcen, Frauen in prekären Situationen, ehemalige Häftlinge und ehemalige Drogenabhängige sowie Schutz verlassener Kinder, obdachloser Kinder und obdachloser Jugendlicher.

Die Finanzierung teilt sich auf in 60% Staatshaushalt der Zentralregierung, 30% regionale Haushalte sowie ca. 10% internationale Geldgeber oder Kredite.

Die Umstrukturierung der öffentlichen Verwaltung soll durch Effizienzsteigerung einen wesentlichen Beitrag leisten.

Von 2005 bis 2018 wurden 43 Milliarden MDH investiert.

Die zwei vorangegangenen Phasen des INDH-Programms, von 2005 bis 2018, erreichten ein Investitionsvolumen von insgesamt 43 Milliarden MDH, von denen 28 Milliarden MDH direkt aus dem INDH-Programm stammten.

Von 2005 bis 2017 hat das INDH-Programm 43.000 Projekte durchgeführt, die sich auf Gesundheit, Schulbildung, soziale Integration junger Menschen, wirtschaftliche Integration und Unterstützung für Menschen in prekären Situationen auswirkten.

Enge Verzahnung zwischen INDH-Programm und Bildung

Im Rahmen der Präsentation, haben die Verantwortliche betont, dass die beiden Bereiche „Soziale Entwicklung“ und „Bildung“ eng miteinander verzahnt werden müssen. Daher haben die beiden zuständigen Ministerien, vertreten durch Innenminister Laftit und Bildungsminister Said Amzazi ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Es wurde nochmals betont, dass man im Bildungsbereich die Schulabbrecherquote senken möchte, insbesondere in der ländlichen Bevölkerung.

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