Marokko – Touristen in Bergsteigerregion tot aufgefunden.

Bewohner sind betroffen und besorgt.

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Atlasgebirge
Atlasgebirge in Marokko

Behörden gehen von Gewalttat aus.

Marrakech – Wie marokkanische Medien melden, musste die Polizei heute einen grausigen Fund machen. Danach wurden zwei Touristen im Bergsteigergebiet um den Berg (Jabal) Toubkal tot aufgefunden. Die beiden Leichen sollen zu einer Person aus Dänemark und zu einer Person aus Norwegen gehören. Nach jetzigen Erkenntnissen sollen die beiden Opfer Schnittwunden im Nacken aufweisen. Daher geht man bei den Sicherheitsbehörden von einer Gewalttat aus. Entsprechend hat die zuständige Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Noch sind die Umstände unklar.

Region beliebt bei Bergsteigern und Wanderern.

Die beiden mutmaßlichen Opfer wurden im Atlasgebirge bei Imlil, einem Dorf ca. 10 Kilometer vom Jabal Toubkal entfernt, gefunden. Eine Region die bei Bergsteigern und Wanderer sehr beliebt ist und auch von Tagestouristen aus dem nahegelegenen Marrakech besucht wird. Zahlreiche Marokkaner bieten begleitete Trackingtouren in der Region an. Es ist aber unklar, ob die beiden wahrscheinlich getöteten Touristen alleine oder in Begleitung eines örtlichen Bergführers gewesen sind. Sie sollen auch die Nacht nicht in einem Dorf verbracht haben, sondern entweder in einer der angebotenen Schutzhütten oder einem Zeltlager.

Der Jabal Toubkal ist mit einer Höhe von 4.167 Metern der höchste Gipfel Nordafrikas.

Toubkal
Region Jabal Toubkal im Atlasgebirge Marokko

Bewohner sind betroffen und besorgt.

Touristen sind in Marokko eher selten Opfer schwerwiegender Verbrechen oder gar Gewalttaten.

Zum einen sind die Sicherheitsbehörden sehr um die Sicherheit von ausländischen Gästen bemüht. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das Land und man ist sich bewusst, dass gerade das Vertrauen in die Sicherheitslage ein wichtiger Faktor ist.

Zum anderen sind Marokkanerinnen und Marokkaner sehr gastfreundlich, insbesondere gegenüber Ausländern und insbesondere bei der eher ärmeren bzw. ländlichen Bevölkerung des Atlasgebirges. Die Menschen sind besorgt und betroffen und fürchten um ihren guten Ruf als freundliche Gastgeber

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