Marokko – UNO – Sondergesandte für die Westsahara legt Mandat nieder.

Marokko nimmt das Ausscheiden mit „Bedauern“ zur Kenntnis.

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UNO - Sondergesandte
UNO - Sondergesandter Bundespräsident a.D. Dr. Horst Köhler in der Westsahara.

Bundespräsident a.D. Dr. Horst Köhler gibt Mandat aus gesundheitlichen Gründen zurück.

New York – Am gestrigen Abend teilte der UNO – Sondergesandte für die Westsahara, Bundespräsident a.D. Dr. Horst Köhler, dem UNO – Generalsekretär, Antonio Guterres, mit, dass er sein Mandat nieder legen wird. Dr. Köhler nannte gesundheitliche Gründe für seine Entscheidung. Dies bestätigte der Sprecher des UNO – Generalsekretärs bei seiner täglichen Pressekonferenz. Der Sprecher der Vereinten Nationen, Stephane Dujarric, sagte, „UNO – Generalsekretär Antonio Guterres habe heute mit Dr. Köhler gesprochen, der ihn über seine Entscheidung informierte“.

Der Generalsekretär bedauerte den Rücktritt zutiefst, sagte aber, dass er „die Entscheidung voll und ganz nachvollziehen kann und dem persönlichen Gesandten seine besten Wünsche ausspreche“. Über eine möglichen Nachfolge wurde nichts bekanntgegeben.

UNO dankt Dr. Köhler für sein Engagement.

Der Generalsekretär dankte Dr. Köhler im weiteren Verlauf des Gespräches „zutiefst für seine unermüdlichen und intensiven Bemühungen, die den Grundstein für die neue Dynamik im politischen Prozess in der Sahara-Frage legten“. Der Generalsekretär dankte auch den Parteien für ihre Zusammenarbeit mit Dr. Köhler, ergänzte der UNO – Sprecher. Der UNO – Sondergesandte Dr. Köhler scheidet weniger als zwei Jahre nach seiner Ernennung im August 2017 aus und hat es in dieser relativ kurzen Zeit geschafft, nach mehreren Jahren der Stagnation, alle relevanten Parteien an einen Tisch zu bringen.

Marokko nimmt das Ausscheiden mit „Bedauern“ zur Kenntnis.

Marokko hat mit „Bedauern“ den Rücktritt des UNO – Sondergesandten für die „marokkanische Sahara“ zur Kenntnis genommen, teilte das marokkanische Außenministerium in einer Erklärung am gestrigen Abend mit. Marokko würdigt Dr. Horst Köhler für seine Bemühungen und lobte die „Beständigkeit, Verfügbarkeit und Professionalität, mit der Dr. Köhler seine Aufgaben erfüllt hat“, so das marokkanische Außenministerium weiter in seiner Erklärung. Marokko sicherte zu, dass es „die Bemühungen des UNO – Generalsekretärs zur Beilegung des regionalen Streits um die „marokkanische Sahara“ weiter unterstützen wird“. Rabat betonte sein Engagement für eine „realistische, pragmatische und dauerhafte politische Lösung auf der Grundlage von Kompromissen im Rahmen der Autonomieinitiative“.

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