Algerien – Algier Mekka der Revolutionäre.

Sehenswerte Dokumentation des Senders ARTE

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Dokumentation über die Rolle Algeriens Anfang der 1960 bis Mitte der 1970 Jahre als Anlaufstelle für Freiheitskämpfer und Revolutionäre.

Algier – Die Dokumentation des Gemeinschaftssenders Arte zeigt die politischen Entwicklungen und das Wirken Algeriens, unmittelbar nach der Erringung der Unabhängigkeit. Gerade politische Lichtgestalten revolutionärer Kämpfe gegen Imperialismus, Kolonialismus sowie für Anhänger sozialistischer Weltanschauungen fanden in der algerischen Hauptstadt Algier einen sicheren Ort, ja eine Hochburg der Unterstützung. Die Dokumentation zeigt auch am Rande, die Unterstützung für die nationale Befreiungsfront Algeriens (FLN) während des Kampfes gegen die Kolonialmacht Frankreich. Die heutige Regierungspartei FLN hatte lange Jahre ihr sicheres Hauptquartier im marokkanischen Oujda. Der Film erinnert auch an den Bruch zwischen Algerien und Marokko, der durch unklare Grenzziehungen aus der gemeinsamen Kolonialzeit unter französischer Herrschaft resultiert.

Eine Dokumentation die viele vielleicht in Vergessenheit geratene Zusammenhänge in Erinnerung ruft, die bis heute Wirkung zeigen. „Muslime pilgern nach Mekka, die Christen in den Vatikan und die Freiheitskämpfer nach Algier“, erklärte der guinea-bissauische Unabhängigkeitskämpfer Amílcar Cabral den Beinamen der Hauptstadt Algeriens als „Mekka der Revolutionäre“.

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