Maghreb – ARTE Dokumentation „Die Schwarze Schmach“

Soziale und politische Hintergründe des Einsatzes von Soldaten aus den französischen Kolonialgebieten in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg.

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Einsatz von Truppen aus den französischen Kolonialgebieten im Nachkriegsdeutschland nach dem 1. Weltkrieg und die damit verbundene rassistische Gedankenwelt.

Berlin – Die interessante Dokumentation des französisch-deutschen Gemeinschaftssenders ARTE beleuchtet den Einsatz von französischen Kolonialsoldaten aus der Sub-Sahara Region, dem Senegal und Nordafrika, auch aus Marokko, Algerien und Tunesien, auf die Politik in der Weimarer Republik. Neben den geschichtlichen Hintergründen lohnt sich diese Dokumentation vor allem, weil viele der Themen, Parolen und Positionen nicht selten und teils große Ähnlichkeiten mit der heutigen Situation in der Diskussion um „Ausländer“ aufweisen. Frankreich hat nach dem Ende des 1. Weltkrieg ca. 100.000 „Besatzungssoldaten“ aus seinen Kolonialgebieten im Westen Deutschlands eingesetzt. Entgegen der rassistischen Propaganda jener Zeit fanden aber nicht selten die Männer aus den Kolonialgebieten und deutsche Frauen zusammen und hinterließen damit familiäre Spuren. Die Kinder aus solchen Verbindungen hatten es nicht einfach.

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