Algerien – Air Algéria sieht sich bereit für Flugbetrieb.

Staatliche Fluggesellschaft Air Algéria häuft hohe Verluste an.

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Air Algerie
Algerische Fluggesellschaft Air Algéria

Management wartet auf Freigabe des Luftraums durch Präsident Tebboune. Airline häuft hohe Verluste an.

Algier – Amine Andaloussi, Kommunikationschef und Pressesprecher der algerischen staatlichen Fluggesellschaft Air Algéria, äußerte sich in einem Interview mit der arabischsprachigen Website Sabq Press, zur Lage der Airline. Nach seinen Angaben haben die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs, der seit dem 17. März 2020 wegen der Coronavirus – Pandemie ausgesetzt ist, nicht aufgehört, angefangen bei der Desinfektion der Flugzeuge bis zum Prozess der Überprüfung der Tickets, und fügte hinzu, dass das Unternehmen nur auf die ausdrückliche Erlaubnis von Präsident Abdelmadjid Tebboune wartet, um wieder abzuheben. Tatsächlich, stellt der Pressesprecher fest, habe Air Algéria seine Aktivitäten trotz der Pandemie nicht eingestellt. Dies lässt sich, so Amine Andaloussi, dadurch belegen, dass das Unternehmen in dieser Zeit in der Lage war, Rückführungsaktionen mit mehr als 8.000 algerischen Staatsangehörigen durchzuführen, die nach der Grenzschließung außerhalb Algeriens gestrandet waren.

Entscheidung liegt ausschließlich beim Präsidenten.

Der Sprecher betonte, dass ein offizieller Termin für die Wiederaufnahme der Flüge nicht bekannt gegeben werden kann, da die Entscheidung über die Öffnung des Luftraums ein Vorrecht des Präsidenten der Republik ist. Das Gleiche gelte für Rückführungsflüge, fügte er hinzu. Davon ebenfalls betroffen, sei die Beförderung algerischer Studenten, die an ausländischen Universitäten eingeschrieben sind. Präsident Tebboune ist nicht nur algerisches Staatsoberhaupt, sondern zugleich oberster Befehlshaber der Streitkräfte und Verteidigungsminister in Personalunion. Damit bestimmt er über die Grenzöffnung und den Luftraum.

Präsident
Algerischer Präsident Abdelmadjid Tebboune

Passagiere mit annullierten Flugtickets haben Priorität bei einer Wiedereröffnung.

Der Pressesprecher ging auch auf den Unmut zahlreicher Kunden der algerischen Fluggesellschaft ein. Sie sitzen seit der Grenzschließung auf stornierten Tickets ohne die Möglichkeit der Umbuchung und ohne Entschädigung durch die Airline. Der bei Air Algéria für die Kommunikation verantwortliche Amine Andaloussi wiederholte seine Aussage. Im Falle der Wiederaufnahme des Flugverkehrs haben Passagiere mit bestehenden Tickets Vorrang; bei Reservierungen zu verschiedenen Zielen. Von einer Rückerstattung der Ticketkosten ist weiterhin nicht die Rede.

Staatliche Fluggesellschaft Air Algéria häuft hohe Verluste an.

Der algerische Fluggesellschaft geht es derzeit wie fast allen anderen Gesellschaften in der Welt. Die Coronavirus – Pandemie hat den Luftverkehr um bis zu 90% reduziert, was zu großen Verlusten und ersten Pleiten geführt hat. Zahlreiche Airlines mussten mit staatlichen Finanzspritzen gerettet werden. Auch Air Algéria hat bereits mitgeteilt, dass die Zahlen tief rot sind. Die Einstellung des Luftverkehrs, verursacht durch die COVID-19 Seuche, hat bisher, nach eigenen Angaben, zu einem Verlust von 38 Milliarden algerische Dinar (ca. 250 Millionen EURO) geführt. Darüber hinaus könnten sie 89 Milliarden Dinar oder rund 586 Millionen EURO erreichen, wenn die Grenzschließung bis Ende 2020 andauern sollte.

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