Algerien – Sonatrach und ENI schließen 1,4 Mrd. US-Dollar Kooperation ab.

Neue Projekte in den Bereichen Rohöl und erneuerbare Energien

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ENI
Quelle ENI - Claudio Descalzi, CEO ENI, und Toufik Hakkar, CEO Sonatrach unterzeichnen Abkommen

Italienische ENI kauft 45.000 Barel Rohöl pro Tag bei der algerischen staatlichen Sonatrach.

Algier – Sonatrach und die italienische ENI unterzeichneten bereits am vergangenen 14. Dezember 2021 in Algier einen Kohlenwasserstoffvertrag und eine strategische Partnerschaft. Der italienische Energiekonzert kauft mit einem Volumen von 1,4 Mrd. US-Dollar und einer Produktion von 45.000 Barrel/Tag Rohöl in Algerien ein. Zugleich will man gemeinsam in erneuerbare Energien und Erschießung neuer Öl-Quellen investieren.

Der algerische Minister für Energie und Bergbau, Mohamed Arkab, erklärte in seiner Ansprache bei der Unterzeichnungszeremonie in Anwesenheit des italienischen Botschafters in Algerien, dass die Unterzeichnung dieser beiden Abkommen „die jahrzehntelangen bilateralen freundschaftlichen Beziehungen fortsetzt, die während des Besuchs des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella im November letzten Jahres gestärkt wurden“.

„Die algerisch-italienischen Beziehungen sind sowohl historisch als auch solide sowie strategisch und betreffen mehrere Bereiche, darunter auch den Energiesektor“, erinnerte er und betonte, dass Sonatrach und ENI „ihre langfristige Zusammenarbeit und Partnerschaft fortsetzen“. Die strategische Partnerschaft betrifft die gemeinsame Entwicklung erneuerbarer und neuer Energien, insbesondere die Bereiche Solarenergieerzeugung, Lithiumprospektion, Biokraftstoffproduktion und Wasserstoffproduktion (grün und blau).

Der italienische Botschafter in Algerien, Giovanni Pugliese, freute sich über die Qualität der Kooperationsbeziehungen zwischen den beiden Ländern und betonte, dass die Präsenz von ENI in Algerien und seine Partnerschaft mit der Sonatrach-Gruppe „auf der Grundlage eines Win-Win-Ansatzes“ von der Bedeutung dieser Beziehungen zeugten.

Der CEO von ENI, Claudio Descalzi, sagte, die unterzeichneten Verträge seien „ein Beweis für das Engagement der beiden Partner, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und die Entwicklung von Projekten zu beschleunigen sowie zu verfolgen, um das Ziel der CO2-Neutralität zu erreichen“.

In einer auf seiner Website veröffentlichten Erklärung nach der Unterzeichnung der beiden Abkommen erklärte ENI, dass „das Projekt (Exploration und Produktion im Gebiet Berkine Süd) in der ersten Phase die beschleunigte Entwicklung von Reserven vorsieht, die auf 135 Millionen Barrel Öläquivalent geschätzt werden“, wobei der Produktionsbeginn „bis Ende 2022“ erwartet wird.

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